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VdK: Rentennullrunden und Kopfpauschale sind unvereinbar

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Sozialrecht, Seniorenhilfe, Pflege, BetreuungDer Sozialverband VdK bekräftigt seine Ablehnung einer Kopfpauschale in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Insbesondere für die 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner wäre die Einführung einer einkommensunabhängigen Gesundheitsprämie "unzumutbar", betonte VdK-Präsidentin Ulrike Mascher heute in Berlin angesichts von Medienberichten über Diskussionen zu diesem Thema in der Regierungskommission zur Gesundheitsreform.


"Nullrunden 2004, 2005 und 2006, Mini-Rentenerhöhungen 2007 und 2008, Nullrunde 2010 und ziemlich sicher auch 2011 - das bedeutet, dass sich die Kaufkraftverluste der letzten Jahre auch in Zukunft fortsetzen werden. Die Belastungsgrenze der Ruheständler ist längst überschritten. Weitere finanzielle Einbußen durch eine geplante Kopfpauschale können und werden die Rentner nicht hinnehmen", erklärte Mascher und verwies auf die "wachsende Verärgerung und Wut" unter den 1,5 Millionen VdK-Mitgliedern.
Schon durch die von einigen Kassen erhobenen Zusatzbeiträge von 8 Euro pro Monat müssten sich die Rentner weiter finanziell einschränken. "Bei Durchschnittsrenten von unter 1.000 Euro bei den Männern und 500 Euro bei den Frauen gibt es keinerlei Spielraum mehr. Das Maß ist voll" erklärte Mascher.
Der im Zusammenhang mit der Kopfpauschale geplante steuerfinanzierte Sozialausgleich wäre ein "bürokratisches Monstrum" und würde "Millionen von Menschen zu Bittstellern machen", betonte die VdK-Bundesvorsitzende.
Höhere Krankenversicherungsbeiträge für Besserverdiener gefordert

Um die steigenden Gesundheitskosten auf gerechtere Weise zu finanzieren, fordert der VdK eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung zumindest auf den Betrag in der gesetzlichen Rentenversicherung, der bei 5.500 Euro im Westen und 4.650 Euro im Osten liegt. Das würde bedeuten, dass auch für ein Einkommen, das über 3.750 Euro im Monat liegt, Krankenversicherungsbeiträge entrichtet werden müssten. "Das wäre das richtige Signal für eine konsequente Weiterentwicklung des bewährten Solidaritätsprinzips. Starke Schultern müssen mehr tragen als schwache. Dieser Grundsatz sollte gerade in wirtschaftlichen Krisenzeiten von der Politik besonders beachtet werden", forderte die VdK-Präsidentin. (Michael Pausder)

 

Quelle: external_link_new_window Sozialverband Deutschland VDK
Eingestellt von Werner Tigges, 30. April 2010

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