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Tierische Therapeuten
Tiere sind Türöffner zur Seele eines Menschen
Tiere bringen wieder Glanz in die matten Augen rein. Denn besonders verschlossen wirkende Demenzkranke leben im Beisein der Vierbeiner wieder auf. Sie beteiligen sich an Gesprächen erinnern sich besser, wirken wach und lachen öfter.
Auch Ärzte, Ergotherapeuten, Psychologen und Physiotherapeuten machen gute Erfahrungen mit den Vierbeinern. Unter der achtsamen Leitung des Therapeuten können die geschulten Vierbeiner ihre Heilkraft dem Patienten gegenüber am Besten einsetzen. So helfen „Servicehunde“ Blinden über die Straße, melden Gehörlosen das Klingeln an der Haustür und warnen Epileptiker vor einem Anfall. Diabetikerwarnhunde schlagen an, wenn Herrchen oder Frauchen eine gefährliche Unterzuckerung droht.
Tiere fördern die Konzentration und die Motivation von Schlaganfall- oder Parkinson-Kranken und lassen Depressive wieder aufleben.
Denn die Samtpfoten von Kaninchen, Hunden, Katzen etc. beruhigen auch traumatisierte Menschen und erleichtern Kranken Gefühle ohne Hemmungen wieder zu zeigen. Vor allem im Alter, wo menschliches Miteinander weniger wird, tun Streicheleinheiten gut. Auch die repräsentative Umfrage des Senioren Ratgeber bestätigt, dass Tiere gut für die eigene Gesundheit sind. So müssen Tierbesitzer nicht so oft zum Arzt, brauchen weniger Medikamente, haben weniger Herzprobleme und bewegen sich mehr. Tiere strukturieren den Alltag, denn sie zwingen uns zum Füttern oder Gassi gehen, statt uns vielleicht im Ruhestand einer Lebensmüdigkeit hinzugeben. Wer kein eigenes Tier besitzen will, aber auf den Tierkontakt nicht verzichten möchte, hat viele Möglichkeiten: Ob ein Spaziergang über die nächstliegende Hundewiese, ehrenamtliche Hilfsarbeiten in einem Tierheim oder die Inanspruchnahme eines Tierbesuchsdienstes in den eigenen vier Wänden.
Wenn man sich für ein Haustier entscheiden hat, ist das Tierheim die beste Gelegenheit, um auf ein Tier mit ausreichender Zeit zuzugehen. Hier gibt es viele Tiere, die ein geeignetes zu Hause für sich suchen. In einem Tierheim beschäftigen sich Tierpfleger, Ehrenamtliche und Hundetrainer jeden Tag mit ihren Schützlingen, können diese deshalb am Besten einschätzen und stehen dem zukünftigen Herrchen oder Frauchen bei der Auswahl nach einem neuen Freund mit großem Rat zur Seite. Durch mehrmalige Besuche kann man das Tier kennenlernen und somit das Vertrauen am Besten aufbauen.
vgl. Apothekenzeitschrift „Senioren Ratgeber“
Ausgabe Mai 2010
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