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HaselnussblüteGanz langsam verabschiedet sich der Winter und macht Platz für den Frühling. Die Tage werden wieder länger, die ersten Sonnenstrahlen sind angenehm warm und die Frühlingsblüher stecken vorsichtig ihre Köpfe aus dem Boden. Es ist schön zu beobachten, wie die Natur aus ihrem Winterschlaf erwacht. Für viele Menschen hat das Frühjahr jedoch gleichzeitig auch gesundheitliche Konsequenzen; verursacht durch eine Pollenallergie.

Zu den aggressivsten Allergieauslösern gehören die Pollen von Laubbäumen wie Birke, Hasel oder Erle, die sich bereits ab Februar bemerkbar machen. Ein hohes Allergiepotenzial bieten auch Getreide- und Gräserpollen von Weizen, Gerste, Roggen, Beifuß und Sauerampfer, mit denen durchschnittlich ab April gerechnet werden muss. Studien haben ergeben, dass etwa 15 % bis 20 % der Gesamtbevölkerung zeitweise mit einer Pollenallergie zu kämpfen hat. Die Pollenallergie wird häufig auch Heuschnupfen genannt, obwohl sich die allergischen Reaktionen nicht nur auf Schnupfen beschränken.

 

Was passiert überhaupt bei einer Allergie?

Nimmt der menschliche Organismus eine fremde Substanz über die Nase, den Magen-Darm-Trakt oder aber die Haut auf, prüft das Immunsystem, ob es sich bei der Fremdsubstanz vielleicht um einen Krankheitserreger handelt. Ist dies der Fall, schaltet sich die Immunabwehr ein und versucht, den Erreger zu bekämpfen. Bei einer Allergie kann das Immunsystem jedoch nicht richtig zwischen unproblematischen und schädlichen Substanzen unterscheiden, sodass die Abwehrreaktion plötzlich auch bei harmlosen Stoffen wie etwa Pollen einsetzt. Eine derartige „Falschreaktion“ wird medizinisch zunächst nur Sensibilisierung genannt. Erst wenn diese Sensibilisierung mit Symptomen einhergeht, wird eine Allergie vermutet.

Allergien werden in vier Typen unterteilt. Die Pollenallergie gehört zu den Typ-I-Allergien, worunter etwa 90 % aller Allergiker leiden. Bei den allergischen Reaktionen bildet das Immunsystem Antikörper der Immunglobulin E-Klasse gegen die Allergene, um diese zu bekämpfen. Diese Antikörper veranlassen, dass der Körper Entzündungsbotenstoffe wie Histamin freisetzt. Daraus folgen Symptome wie Schleimhautschwellungen und tränende Augen, die schon wenige Minuten nach dem Kontakt mit dem jeweiligen Allergen eintreten können.

 

Pollenallergie oder Heuschnupfen?

Eine Pollenallergie kann sich durch tränende oder juckende Augen, Schnupfen, Nasennebenhöhlenentzündungen und Asthma äußern. Zu den weiteren Symptomen gehören gerötete oder geschwollene Schleimhäute, Juckreiz, Husten und Kopfschmerzen. Der sogenannte Heuschnupfen mit fließendem Sekret, erhöhtem Niesreiz oder sogar trockener Nase ist in der Regel nur ein Teilsymptom der Pollenallergie. Medizinisch wird von einem allergischen Schnupfen oder einer allergischen Rhinitis gesprochen, der nicht nur durch Pollen, sondern auch durch Hausstaubmilben, Tierhaare oder andere Allergene hervorgerufen werden kann.

Festgestellt wird die Diagnose in der Regel vom Dermatologen oder Allergologen durch Untersuchung und Allergietests. Die Behandlung von Allergien richtet sich in Teilen nach dem Ausmaß der Beschwerden und nach den festgestellten Allergenen. Die Therapiemöglichkeiten schließen die Vermeidung der Allergene, Medikamente und Immuntherapien zur Hypo- oder Desensibilisierung ein.

Zusätzlich gibt es ein paar Verhaltensregeln und Tipps, wie die allergischen Reaktionen etwas gelindert werden können:

 

Allergene vermeiden

Viele Menschen mit Heuschnupfen vermeiden es nach einem Blick auf den Pollenflugkalender, zu bestimmten Zeiten das Haus zu verlassen. Diese Taktik geht naturgemäß nicht immer auf. Weniger Pollen sind in der Luft unterwegs, wenn es vorher geregnet hat. Bei trockenem Wetter kann eine Sonnenbrille helfen, die Allergene zumindest von den Augen fernzuhalten.

Kind mit Blumen

Wenn Allergiker sich länger draußen aufgehalten haben, sollten sie nach ihrer Rückkehr ihre Kleidung wechseln. Pollen setzen sich in Textilien fest, weshalb die gewaschene Kleidung – und insbesondere Bettwäsche – auch trotz der wärmeren Temperaturen lieber nicht draußen getrocknet werden sollte.

Es kann die Beschwerden lindern, am Abend eine Dusche zu nehmen und die Haare zu waschen, um den gesamten Körper von Pollen zu befreien. Um auch in der Nacht zur Ruhe zu kommen, ist ein regelmäßiger Wechsel der Bettwäsche Pflicht. Getragene Kleidung sollte nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Für Fenster und Balkontüren bietet der Fachhandel im Übrigen Pollenschutzvliese an, die den bekannten Fliegengittern ähneln. Das Gewebe ist jedoch feiner als beim Insektenschutz und hält einen Großteil der Pollen fern.

 

Inhalieren tut den Atemwegen gut

Inhalieren gehört zu den probaten Hausmitteln bei Schnupfen und Atemwegsinfekten. Durch den heißen Wasserdampf werden die gereizten Schleimhäute beruhigt und die verstopfte Nase befreit. Der gebildete Schleim verflüssigt sich und läuft besser ab, was auch die Pollen mit ausspült.

Wird bei der Inhalation auf eine Salzlösung zurückgegriffen, schwellen auch die Schleimhäute schneller ab. Zudem verhindert der Salzgehalt der Inhalationslösung auch das Austrocknen der Schleimhäute. Mit anderen Zusätzen, etwa mit ätherischen Ölen, sollten Allergiker vorsichtig sein. Ätherische Öle haben selbst ein hohes Allergen-Potenzial und könnten die Beschwerden noch verschlimmern.

Kamillenaufguss

Alternativ zur Inhalation kann auch eine Nasendusche die Beschwerden bei Heuschnupfen lindern. Durch das tägliche Spülen der Nase in der Saison werden die Schleimhäute gereinigt und beruhigt, wozu im Übrigen auch eine Salzwasserlösung verwendet wird.

 

Kälte wirkt abschwellend

Bei einer Pollenallergie kommt es auch oft zu brennenden und geschwollenen Augen. Hier kann es helfen, die Augen zu kühlen. Dazu kann entweder eine Gel-Augenmaske verwendet werden, die vor dem Gebrauch im Kühlschrank aufbewahrt wurde. Ist eine Augenmaske nicht vorhanden, haben auch zwei gekühlte Gurkenscheiben den gewünschten Effekt.

Generell ist es sinnvoll, das Gesicht mehrmals am Tag mit kaltem Wasser zu waschen. So wird die Pollenbelastung reduziert und gleichzeitig die Haut gekühlt. Auch ein mit kaltem Wasser angefeuchteter Lappen auf der Stirn oder Augenpartie bringt etwas Linderung, wenn zusätzlich Kopfschmerzen auftreten und die Augen brennen.

 

Ernährung bei Pollenallergie

Auch die Ernährung kann Einfluss auf den Umfang der Symptome haben. Studien haben bewiesen, dass eine Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren und Antioxidantien insbesondere bei Heuschnupfen hilfreich sein kann. Allergiker sollten sich demnach eher mediterran und mit viel frischem Fisch, Gemüse, Obst, Olivenöl und Nüssen ernähren. Vorsicht ist jedoch bei einer Kreuzallergie geboten: Menschen, die allergisch auf Erle, Hasel oder Birke reagieren, vertragen in der Regel kein rohes Kern- oder Steinobst wie Äpfel, Kirschen, Kiwis oder Birnen.

Zudem gilt auch für Allergiker: Viel Wasser trinken! Das Wasser befeuchtet die Schleimhäute und unterstützt dadurch die körpereigene Pollenbarriere.

Wasser mit Zitrone

Menschen mit einer Allergie sollten bei ihrer Ernährung Histamine vermeiden. Histamin ist der körpereigene Mediatorstoff, der den Blutdruck reguliert und für den Schlaf sowie den Appetit verantwortlich ist. Allerdings ist Histamin auch an vielen allergischen Reaktionen beteiligt, weshalb   Allergiker auf

  • Sekt und Rotwein
  • Käse
  • Salami, Speck und Rohwurst
  • Fisch und Meeresfrüchte
  • Tomaten und Spinat
  • Sauerkraut

eher verzichten sollten.

 

Bitte zum Arzt

Manchmal treten die allergischen Reaktionen nur in einem sehr geringen Umfang auf. Die Nase juckt im Sommer ein wenig oder die Augen tränen, wenn der Bauer auf dem Feld arbeitet. Diese Symptome deuten darauf hin, dass es nur wenige Allergene sind, auf die ein Mensch reagiert. Stellen sich jedoch ab dem Frühjahr rasch die für eine Pollenallergie oder Heuschnupfen typischen allergischen Reaktionen ein, die auch die Atemwege belasten, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden. Aus dem anfänglichen Heuschnupfen kann durchaus ein ernst zu nehmendes Asthma werden, was unbedingt zu vermeiden gilt.

Die Schulmedizin verfügt über Mittel und Wege, die Symptome einer Pollenallergie abzumildern und auch die Allergie selbst zu therapieren.

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