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Werner Tigges - 24-Stunden-PflegeWerner Tigges, Mitbegründer von CareWork, liest aus seinem BuchMeschede. Viele Pflegekräfte aus Polen arbeiten im Hochsauerlandkreis und unterstützen Familien mit pflegebedürftigen Angehörigen. Ohne sie ginge es oft nicht, denn es herrscht ein noch steigender Pflegekräftemangel in Deutschland – das zeigen unter anderem die vermittelnden Maßnahmen der Agentur für Arbeit. Auch die Diakonie in Meschede erhält oft Anfragen für ausländische Pflegekräfte, da es in Deutschland zu wenige gibt. Diese leiten die Mitarbeiter an die Agentur "Carework" von Werner Tigges (65) aus Paderborn weiter. Von dort aus vermittelt er deutschlandweit rund 3000 Pflegekräfte für eine häusliche Pflege aus Polen – zahlreiche sind im HSK beschäftigt.

 

Warum erleben wir heute einen solchen Pflegekräftemangel?

Werner Tigges: Das liegt zum einen an der Bezahlung, aber das größte Problem ist wahrscheinlich, dass der Beruf der Alten- oder Krankenpfleger in Deutschland gesellschaftlich nicht gut anerkannt ist. Ich kenne einige Pflegekräfte, die sich abends in der Disco schämen, von ihrem Beruf zu erzählen. Um das zu ändern, müsste sich in Deutschland gravierend die allgemeine Einstellung zum Alter ändern. Ich erlebe hier eine mangelnde Ehrfurcht vor dem Alter. Das mag an einer verfehlten Familienpolitik liegen, daran, dass aus verschiedenen Gründen Großfamilien auseinander gerissen werden und keiner heute mehr alt werden möchte. Alte Menschen sind hierzulande für viele wenig mehr als ein Kostenfaktor.

 

In anderen Ländern ist das anders?

Ja, in Polen zum Beispiel. Hier hat man eine ganz wunderbare Einstellung zum Alter und zur Familie. Das prägt die Jugend und einem 65-Jährigen wie mir wird dort viel öfter ein Sitzplatz im Bus angeboten als hier.

 

Arbeiten Sie deshalb ausschließlich mit Pflegekräfte aus Polen?

Das ist ein Grund. Wir haben auch Erfahrungen mit Betreuerinnen aus anderen Ländern gemacht, aber dort können wir nicht so unmittelbar die Qualität kontrollieren wie wir das durch unsere Standorte in Polen können. Die meisten unserer Pflegekräfte haben zudem viel Erfahrung im fürsorglichen und pflegenden Umgang innerhalb der Familie. In den allermeisten Fällen ist Empathie in diesem Beruf viel wichtiger als jede Schulung. Wir führen zwar Schulungen in Polen durch und sind derzeit in Deutschland auch die einzige Agentur, die TÜV Rheinland geprüft ist, und das tut. Doch für alle 3000 Pflegekräfte in unserer Kartei ist das nicht möglich. Für einige ist der Weg zur Schulungsstätte einfach zu weit.

 

Diese Frauen leben eigentlich in Polen, arbeiten aber in Deutschland. Wie oft sind sie bei ihrer Familie?

Wir vermitteln auch männliche Pflegekräfte. 15 bis 20 Prozent sind Männer. Allerdings wünschen sich 90 Prozent der Deutschen weibliche Pflegekräfte. Bei allen streben wir einen zweimonatigen Wechselrhythmus an. Nach zwei Monaten in Deutschland sind die Pflegekräfte im Idealfall für zwei Monate wieder zu Hause. Viele wollen aber gar nicht so lange in Polen bleiben. Ist der Aufenthalt in Deutschland länger, kommt nicht selten Heimweh auf und dann lässt unter Umständen das Engagement nach – damit ist niemandem geholfen. Im Einzelfall bleiben die Pflegekräfte auch schon mal länger oder kürzer, je nachdem, wie hoch die physische oder psychische Belastung ist. Einmal im Monat telefoniert eine Muttersprachlerin mit den Pflegekräften und informiert sich nach ihrem Befinden. Das Gleiche mit der Familie. Im Idealfall empfinden alle die Situation gleich.

 

Und wenn nicht?

Es finden sich immer Arrangements, mit denen alle zufrieden sind. Alles andere wäre das für alle Beteiligten kontraproduktiv. Wir streben immer an, ein Duo oder Trio in einer Familie zu installieren, damit sich alle aneinander gewöhnen können. Das funktioniert bis jetzt ganz gut. Und sollte mal die Chemie gar nicht stimmen, wechseln wir natürlich aus. Bei uns sind keine Firmen zwischengeschaltet, es gibt nur einen Vertrag mit uns und nicht drei oder vier mit verschiedenen Partnern.

Quelle: WAZ, "Einstellung zum Alter müsste sich ändern", 22.09.2015

Foto: ©Werner Tigges

 

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