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24h-BetreuungSpätestens ab April beginnt die Hochsaison des Pollenflugs. Von Heuschnupfen geplagte Menschen klagen über tränende Augen und verschnupfte Nasen. Oft geht mit der Pollenallergie auch eine Unverträglichkeit von pflanzlichen Lebensmitteln einher. Schuld daran sind Kreuzallergien.
Gemeint ist damit eine allergische Reaktion auf Stoffe, die ähnliche Eiweißstrukturen aufweisen wie das Allergen, auf das jemand tatsächlich allergisch ist. „Viele Pollenallergene sind denen in bestimmten Lebensmitteln zum Verwechseln ähnlich. So vertragen Baumpollenallergiker oft keine rohen Äpfel oder reagieren allergisch auf Haselnüsse", erklärt Dr. Elke Arms, Ernährungswissenschaftlerin im Nestlé Ernährungsstudio. Das muss allerdings nicht zwangsläufig sein. Teilweise treten Kreuzallergien auch nur während der Pollensaison auf, und im Herbst sowie Winter bestehen keine Probleme.

Auch bedeutet eine bestehende Kreuzallergie nicht, dass Betroffene ganze Pflanzenfamilien von ihrem Speisenplan streichen müssen. Manchmal reicht es aus, entsprechende Lebensmittel nur in der Pollensaison zu meiden. Darüber hinaus gilt, dass naturbelassene Lebensmittel eher eine allergische Reaktion hervorrufen. Kochen und Garen vermindert die Aggressivität der Allergene von Obst und Gemüse oft. So führen beispielsweise Apfelkompott und Apfelkuchen, Konfitüre, gekochte Kartoffeln sowie gedünstetes Gemüse und Obst seltener zu Beschwerden. Auch Zerkleinern und Säuern können die allergene Wirkung von Nahrungseiweißen verringern. Wird ein Apfel in kleine Stückchen geschnitten und kurz an der Luft stehen gelassen, können die Allergene bereits zerstört sein. Weil die meisten Allergene unter der Schale sich befinden, vermindert auch Schälen deren Wirkung.

 Tipps für Kreuzallergiker

 Der Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V. (DAAB) gibt Kreuzallergikern folgende Tipps im Umgang mit pflanzlichen Lebensmitteln:

  •  Einzelne Obst- und Gemüsesorten werden durch Schälen oder Erhitzen verträglicher. Eine Alternative zu rohen Äpfeln ist beispielsweise Apfelkompott.
  •  Speziell bei Äpfeln gibt es Sortenunterschiede. Apfelsorten wie Altländer, Gloster und Hammerstein sind gut verträglich.
  •  Kreuzreagierende Lebensmittel können während der Pollenzeit schlechter verträglich sein.
  •  Gleichzeitiger Alkoholgenuss kann die allergische Reaktion verstärken.
  •  Stresssituationen und Belastung im Alltag können die allergischen Reaktionen beeinflussen.


 Broschüre hilft Betroffenen, den Alltag zu meistern

Neben den Kreuzallergien gibt es zahlreiche weitere Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten. „Wir stellen in der täglichen Ernährungsberatung fest, dass Verbraucher sich häufig fragen, wie sie mit Lebensmittel-Allergien unbeschwert umgehen können und worauf sie bei ihrer Ernährung tatsächlich verzichten müssen", so Dr. Elke Arms. „Mit einfachen Tipps gestalten Nahrungsmittelallergiker ihre Speisepläne dennoch ausgewogen. Das Nestlé Ernährungsstudio bietet daher ergänzend zum Webangebot einen Ratgeber für Lebensmittelunverträglichkeiten an. Die Broschüre „Nahrungsmitteallergien – Tipps für die richtige Lebensmittelauswahl" steht kostenlos im Broschüren-Bereich des Nestlé Ernährungsstudios als Download zur Verfügung und kann als Print-Version telefonisch unter 069 / 66 71 88 88 (Montag bis Freitag: 8:00 bis 18:00 Uhr) bestellt werden. Die Publikation orientiert sich an den Empfehlungen des „Aktionsplan-Allergien" des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Zudem sind die Informationen und Tipps mit dem Deutschen Allergie- und Asthmabund (DAAB) abgestimmt.

 Pollenassoziierte Nahrungsmittelallergien

Baumpollen (Birke, Hasel, Erle): Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln, wie z. B. Haselnuss, Walnuss, rohe Mandel, Paranuss, Cashewkerne, (roher) Apfel, Pfirsich, Nektarine, Kirsche, Pflaume, Kiwi, Aprikose, Birne, (rohe) Karotte, Sellerie, rohe Tomate, rohe Kartoffel, Soja, Selleriegewürz, Anis, Kümmel, Koriander, Petersilie, Dill, Basilikum, Oregano, Chili

Gräser- und Getreidepollen: Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln, wie z. B. Erdnuss, Soja, Lupinenmehl, Erbse,
Bohne, rohe Tomate, Mehlstaub, rohes Getreide, Melone (Kreuzallergie auf Gräser- und Getreidepollen sind hierzulande sehr selten)

Kräuterpollen (Beifuß und andere): Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln, wie z. B. Sellerie, (rohe) Karotte, Fenchel, rohe Tomaten, rohe Kartoffel, Paprika, Beifuß, Kamille, Anis, Kümmel, Koriander, Curry, Petersilie, Knoblauch, Basilikum, Oregano, Pfeffer, Muskat, Zimt, Ingwer, Sonnenblumenkerne

Quelle: OpenPR
Bildnachweis: inacio pires - fotolia

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