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haushaltshilfe aus polen, pflegehilfe aus polenDer riesige Audienzsaal für über 6000 Menschen wurde langsam voll. Durch die Seitentüren fließen ständig Gruppen von Pilgern aller Nationalitäten rein. Die außerordentliche Atmosphäre und Aufregung ließ sich spüren.

Einige saßen entweder in Gedanken oder im leisen Gebet vertieft, andere standen da und beobachteten, was passiert. Von allen Seiten blinkten die Fotoapparate, die Hände mit Kameras gingen hoch. Um 11 ging der Traum aller gesammelten in Erfüllung. Papst Benedikt XVI erschien für das Publikum, das ihn mit Beifall begrüßte.
 

Mit großer Freunde und Überraschung empfang ich die Nachricht von Herrn Michael Gomola, dass ichRom_Platz.jpg im Wettbewerb für Betreuerinnen eine Reise nach Rom gewonnen habe. Die Reise wurde von der Firma Seniorenland und dem Verein Dunital e.V. organisiert. Die weiteren Glückspilze waren Ewa, Lidka und Jacek. Wir trafen uns am Abreisetag im GKT-Büro, wo wir in einer netten, gehobenen und familiären Atmosphäre von GKT-Mitarbeiterinnen begrüßt wurden und dann fuhren wir zum Flughafen. GKT belastete uns mit keinen Formalitäten und kümmerte sich um jede Kleinigkeit. Unsere Pflicht bestand nur darin, da zu sein und Spaß an der Reise zu haben. Wir flogen mit Lufthansa, zuerst nah München, dann nach Rom.

Es war regnerisch, als wir in „der ewigen Stadt“ landeten. Ein Taxi wartete auf uns am Flughafen, um uns zum Hotel „Casa Tra Noi” in der Via Monte del Gallo 113 zu bringen. Das Hotel ist an dem Hügel in der Nähe vom Vatikan gelegen. Von daher konnten wir schon am ersten Tag die schön beleuchtete Kuppel des Peterdoms bewundern.

Rom_schody.jpgFoto: Bogumila Kolpowska - www.24stundenbetreut.comAm nächsten Tag, kurz nach dem Frühstück, stand die Stadtbesichtigung auf dem Tagesplan. Der Bus fuhr uns durch belebte Straßen Roms. Wir fuhren an der berühmten Pyramide vorbei und hielten an der Sankt Peter vor den Mauern. Die Basilika wurde im 13 Jh. gebaut und hat  einen riesigen Innenraum, der durch 80 monolithische Säulen in 5 Schiffe geteilt wird. Unter den Kunststücken sind besonders zu beachten: der Triumphbogen mit der Mosaik vom 5. Jh., das Baldachin des Arnodlo Di Cambio und die Kuppeln mit Freskomalerei Madernos. Der Hof der Kirche ist mit Kolumnen umgeben und in 4 Vierecke geteilt, je mit einer Riesenpalme in der Mitte.

Weiter sahen wir den eleganten, feinen Spanischen Platz mit den berühmten Treppen Trinia dei Monti – auf Polnisch „Spanisch“ genannt. Da finden die Modeshows, da treffen sich die berühmtesten Modedesigner. Der Stadtrat veranstaltet auf der Treppe jedes Jahr Azaleenausstellungen. Während unseres Aufenthaltes wurde eine Imitation der Berliner Mauer zum Gedenken an ihren Fall aufgestellt. Leider verdeckte sie einen weiten Teil der Treppe, sodass die ihren Zauber verlor. An der Gipfel der Treppe schossen in den Himmel zwei symmetrische Türme der Trinia dei Monti Kirche, und unten in der Mitte des Platzes befand sich ein Springbrummen in der Schiffform.

Unsere Gruppe schlenderte weiter durch die Rom-Gassen in die Richtung des Gebäudes, das schon im 27 Jahr v. Ch. von Aggripa angefangen wurde. Es sollte eine Tempel aller Götter sein, daher ihr Name - das Pantheon. Ihr beeindruckender und harmonisch entworfener Innenraum wurde auf dem Kreisplan gebaut und wird durch ein Loch vom 9m Durchmesser beleuchtet. Dieses Gebäude ist ein richtiges Architekturphänomen, das den massiven Innenraum mit der Leichtigkeit der emporstrebenden Form gleichsetzt.

Eine kurze Pause verbrachten wir an der frischen Luft in Gegenwart eines Gottes im Kampfwagen. Das ist natürlich der Trevi-Brunnen, an dem wir Eis gegessen haben. Der Tradition nach sollte man in den Brunnen eine Münze werfen, um hier zurück zu kommen. Es liegt etwas bei der Sache, weil ich schon hier vorher war und eine Münze eingeworfen habe.
Rom_zusammen.jpgFoto: Bogumila Kolpowska - www.24stundenbetreut.com
Unsere Besichtigung endete an der Piazza Navona. Von daher konnte jeder seinen eigenen Weg einschlagen. Wir entschieden uns, da noch zu verweilen. Die Piazza Navona entstand an der Stelle des ursprünglichen Stadions Domitians und ist einer der meistbesuchten Orte der Welt. Hier, bei dem mittleren Bunnen – Vierströmebrunnen, wo die Skulpturen die vier größten Flüsse der Welt symbolisieren: Ganges, Nil, Donau und Rio de la Plata – trafen wir auf eine goldene Mumie einer schönen junger Frau. Sie stand da unbeweglich und anmutig, auf einer goldenen Sockel und vor ihr stand eine Büchse. Ewa, fasziniert warf eine Münze in die goldene Büchse, dann bewegte sich die Mumie und beugte dankend nach vorne. Wir schauten nochmal der schönen Mumie ins Gesicht, aber anscheinend hatte sie schon genug vom Dastehen, weil plötzlich der goldene Stoff auf ihrem Körper fing an sich zu fälteln und zu rollen. Zuerst sahen wir eine Jeans-Hose und danach die Glatze eines alten Mimen. Er rollte sein Gewand, nahm die Büchse und ging weg. Ich spürte eine Art von Enttäuschung als ich ihn sah und würde es lieber dabei belassen, dass es doch eine schöne junge Frau gewesen war.
Wir sahen uns nicht nur die Sehenswürdigkeiten an, sondern auch beobachteten den Alltag. Die Italiener sind eine laute Nationalität. Verkäufer und Lokalinhaber gingen auf die Straßen und sperrten den Fußgängern den Weg, um sie in den Laden zu kriegen. Autofahrer fuhren chaotisch, tuteten und schrien auf Menschen, auf wenn sie sich auf dem Zebrastreifen befanden. Alle eingeparkten Autos waren angeschlagen, auch der Polizeiwagen. Es ist alles der Endeffekt der Bravour, wo die Fahrer plötzlich die Bahnen ändern, sich den Weg versperren, dabei die Hände hoch haltend und „Mamma mia“ schreiend, immer wenn sie auf die Fußgänger stießen, die sich auf der Straße bewegen mussten, weil es keinen Gehsteig gab.
An diesem Tag hatten wir so viele Eindrücke, dass das ruhige Abendessen im Hotelrestaurant und in der Gesellschaft unserer deutschen Mitreisenden uns half, uns zu erholen und zur Realität zurückzukommen.
Der 11. November 2009 war ein besonderer Tag für uns alle. Morgens um 8 Uhr wurde eine Versammlung und eine Fahrt nach Vatikan verordnet. Vor dem Petersplatz standen Gruppen von Pilgern. Der Einlass dauerte sehr lange, man musste durch die Sicherheitstoren gehen, genau wie am Flughafen. Man musste Schuhe, Jacken, Gürtel ausziehen etc. und die Sachen wurden geröntgt. Danach konnte man in den Saal gehen, wo die Audienz stattfinden sollte. Der Saal war in Sektoren geteilt, jeder nahm seinen Platz gemäß der Karenfarbe. Die Behinderten in Rollstühlen benutzten einen Sondereingang und nahmen Plätze im ersten Sektor direkt vor dem Papst.

Nach dem Beifall für den eintretenden Papst wurde es still. Er begrüßte die Pilgern in verschiedenen Sprachen, große Gruppen machten sich bemerkbar durch Aufstehen und Jubelrufe. Die größte Gruppe waren die Amerikaner, es gab viele Deutsche, wir trafen auch viele Polen, aber es waren entweder Alleinreisende oder kleine Pilgergruppen. Das Treffen dauerte eineinhalb Stunden. Der Papst saß die ganze Zeit im Stuhl und beantwortete die Jubelrufe mit einer Handbewegung. Zum Abschluss verrichteten alle gemeinsam auf Italienisch „Vater unser”, dessen Text sich auf der Rückseite der Eintrittskarte befand.
 
Mit unserer Gruppe und der Guide trafen wir uns am Petersplatz an dem Obelisk. Um den Petersdom zu betreten, mussten wir zum zweiten Mal an dem Tag einer Kontrolle untergehen und durch die Sicherheitstoren gehen. Wir fanden uns in der Welt großer Künstler; jedes Bild, jede Säule, jede Skulptur, sogar das Material, von dem sie gemacht wurden, hatten ihre Geschichte und gehörten zur Ganzheit des Gebäudes. Wir bewunderten die berühmte Pieta von Michelangelo, das Baldachin von Bernini sowie die Kuppel von 120 Meter Höhe, die für das großartigste Werk der Welt gehalten wird.

Obwohl wir von Pracht und Reichtum des Peterdoms umgeben waren, bewegte uns eine schlichte, weiße, einfache Marmorplatte, auf deren unteren Teil zwei goldene Rosen standen und oben die Inschrift: Jan Paul II. Das Grab von Karol Wojtyla, so schlicht wie seine Persönlichkeit und gleichzeitig so großartig, dass die Rührung uns ergriff. Hier ruht für Ewigkeit das Herz eines großen Polen.

Der Höhepunkt unserer Reise nach Vatikan war, die Kuppel zu besteigen um den Ausblick zu bewundern. Die Treppe nach oben war eng, je höher, desto enger. Nur für schlanke Menschen – unser Busfahrer würde sich irgendwo halbwegs versperren. Die Seitenwände wurden immer schräger, es gab mehr dann 300 Stufen, und man musste zuerst auf das Dach mit dem Aufzug hochfahren.

Dort in der Höhe erlebten wir eine Mischung der Gefühle: Höhenangst gemischt mit Neugier, dazu der schöne Ausblick auf Rom, der beleuchtete Petersdom und die Tatsache, dass die ganze Basilika und ihre Kuppel sich unter uns befinden, ja das ganze Rom uns zu Fuß lag. Der Tag ging mit einem Spaziergang bei Nacht und dem gemeinsamen Abendessen zu Ende.
 Rom_Rollis.jpgFoto: Bogumila Kolpowska - www.24stundenbetreut.com
Am nächsten Tag in der Früh flogen wir beim schönen Wetter über die mit dem Schnee bedeckten Alpen zurück nach München und dann weiter nach Posen, wo wir herzlich von unseren Kollegen und Kolleginnen von GKT begrüßt wurden. Von unserer Reise kam jeder mit persönlichen Reflexionen und Erinnerungen zurück. Es bleibt Ewa im Gedächtnis die Audienz beim Papst haften, sie bedankt sich herzlich bei den Organisatoren für die Reise und bereut, dass sie so kurz war.

Dank GKT ging der Traum Lidkas in Erfüllung. Sie konnte mit eigenen Augen sehen, was sie nur aus den Büchern kannte. Die Papstfigur verschlug ihr den Atem, am Grab konnte sie die Tränen kaum halten. Während der Reise lernte sie drei wunderbare Menschen kennen, die in demselben Beruf wie sie arbeiten und mit denen sie Erfahrungen austauschen konnte.

Für Jacek bewirkte die Zusammenarbeit mit GKT, dass das Unmögliche möglich wurde und er bleibt dankbar, dass er den Spuren unserer christlichen Vorahnen folgen konnte und sich vorstellen konnte, wie sie in diesen Mauern vor 2000 Jahren seine Religion verbreiteten. Gerührt war er in der Generalaudienz und am Grab des Johannes Paul II.

Ich auch danke für die Möglichkeit, sich der manchmal schwierigen Alltagsrealität zu entreißen, die neue Kultur und Mentalität kennen zu lernen. Die „ewige Stadt“ ist schön, aber ob ich unter den lauten Italienern leben möchte? Es ist gut, manchmal weg zu reisen, um zu sehen, dass es bei uns in Polen nicht schlecht ist und wenigstens mehr Ordnung und Kultur im Verkehr herrscht.  

Bogumiła Kołpowska

Fotos © Kolpowska

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