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Frau im Rollstuhl sieht SonnenuntergangDer englischen Ärztin Cicely Saunders wird ein Zitat zugesprochen, der den Sinn und Zweck der Palliativmedizin auf den Punkt zusammenfasst: „Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ Die 1918 geborene Ärztin gilt noch heute als Vorreiter der modernen Palliativmedizin und Hospizbewegung, dank deren Pionierarbeit in Großbritannien bis 2005 etwa 220 und auf der ganzen Welt mehr als 8.000 Hospize enstanden sind. Ihr ist es demnach auch zu verdanken, dass heute in Deutschland bereits mehr als 235 Hospize bestehen.

 

Das Thema „Tod“ gehört jedoch noch immer zu einem unangenehmen Tabu-Thema. Es ist nur natürlich, dass die meisten Menschen sich ängstigen, wenn sie sich mit dem eigenen Ableben beschäftigen. Und dennoch wird es immer wieder Situationen geben, in denen das Verdrängen nicht mehr hilft; beispielsweise bei einer nicht heilbaren Krebserkrankung. Die Palliativmedizin versucht dann diese Menschen so zu begleiten, dass sie deutlich besser mit ihrer eigenen Situation umgehen können.

 

Im Fokus: Lebensqualität

Die klassische oder vielmehr kurative Medizin verfolgt das Ziel, Menschen von ihren Krankheiten zu heilen. Wenn die Mittel der klassischen Medizin jedoch vollkommen ausgeschöpft sind und eine Aussicht auf Heilung nicht mehr besteht, kommt die Palliativmedizin zum Zuge. Anders als bei der kurativen Medizin liegt der Fokus im palliativen Bereich nicht auf einer „Behandlung“ oder „Therapie“. Ziel eines Palliativ-Teams ist immer, unheilbar Kranke über die noch verbliebenen Tage, Wochen oder Monate eine möglichst hohe Lebensqualität zu ermöglichen. Und im Vordergrund steht dabei immer der Wille des Kranken.

Ein Palliativ-Team besteht daher immer aus spezialisierten Ärzten, Pflegekräften, Therapeuten und Psychologen oder Seelsorgern. Eine palliative Versorgung kann sowohl stationär in einer Klinik oder einem Heim als auch im Rahmen der häuslichen Pflege durchgeführt werden. Die Besonderheit bei der Palliativmedizin ist die ganzheitliche Betrachtung der meist komplexen Situation. Gemeinsam mit dem Patienten wird beispielsweise das Für und Wider einer Operation oder Chemotherapie erläutert. Ist ein Eingriff überhaupt noch sinnvoll? Kann eine weitere Chemotherapie das Leben verlängern, oder verursacht sie nur noch mehr Leiden? Bei diesen und vielen anderen Fragen hilft das Palliativ-Team mit Fachkenntnis weiter und unterstützt den Patienten, sich bewusst für oder auch gegen eine Maßnahme zu entscheiden.

 

Leben, nicht Sterben

Gerade in diesen Bereichen wird die Palliativmedizin immer wieder in einem Atemzug mit aktiver Sterbehilfe genannt. Dass dem jedoch nicht so ist, geht aus zahlreichen Studien hervor. Viele Sterbenskranke haben in palliativer Versorgung deutlich länger und „besser“ gelebt, als es ohne entsprechende Betreuung der Fall gewesen wäre. Auch die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin weist immer wieder darauf hin, dass, wie und warum sich die Palliativmedizin von der aktiven Sterbehilfe unterscheidet.

Von der nach § 216 Abs. 1 StGB unter Strafe verbotenen aktiven Sterbehilfe wird dann gesprochen, wenn ein Patient ausdrücklich nach seiner Tötung verlangt und sein Tod durch ein Eingreifen Dritter eintritt. Dies bedeutet, dass ein Arzt oder auch Außenstehender diesem Patienten aktiv eine Substanz verabreicht, die zu seinem Tod führt. Davon ist die Palliativmedizin allerdings weit entfernt.

 

Bereiche der Palliativmedizin: Medizinisch – Psychosozial – Spirituell

Die Palliativmedizin geht weit über das hinaus, was die traditionelle Medizin leisten kann. Eine grobe Unterscheidung kann in einen medizinischen, psychosozialen und spirituellen Bereich erfolgen. Palliativ-Ärzte versuchen, die Symptome und Beschwerden des Kranken zu lindern. Sie nutzen ihre Fähigkeiten im Schmerz-Management, um Schmerzen, bei Bedarf auch mit starken Schmerzmitteln wie Morphium, zu mildern. Aber auch häufige Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit oder Atemprobleme werden von den Palliativmedizinern behandelt.

Das Wissen um den nahenden Tod stellt jedoch eine psychische Belastung für Patienten und Angehörige dar, was einen psychischen und geistigen Beistand erfordert. Das Palliativ-Team geht nicht nur auf körperliche Beschwerden ein, sondern therapiert zum Beispiel auch Depressionen und begleitet Schwerkranke psychisch. Seelsorger werden eingesetzt, wenn Kranke ihre letzten Dinge regeln wollen. Sozialarbeiter unterstützen beim Erstellen von Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und anderen rechtlichen oder organisatorischen Angelegenheiten.

Testament, Betreuungsvollmacht, Patientenverfügung erstellen

Im Idealfall ist ein Palliativ-Patient schmerz- und beschwerdefrei, kann seine Angelegenheiten in Ruhe regeln und ist dann mit sich und seiner Umwelt soweit im Reinen, um in Frieden sterben zu können.

 

Stationäre oder ambulante Palliativmedizin?

In der Realität beginnt eine palliative Begleitung eines Kranken erst dann, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist. Besser ist es naturgemäß, schon viel früher die Unterstützung der Palliativmedizin zu suchen. So kann das psychologisch geschulte Team beispielsweise auch die Folgen der Erkrankung erörtern und Unterstützung bei der Verarbeitung der Diagnose leisten.

In einigen Kliniken und Krankenhäusern stellt sich das Palliativ-Team einem Patienten bei einer derart ernsten Diagnose vor. Es ist aber auch möglich, sich selbst bei der Klinikverwaltung oder der Krankenkasse nach Palliativ-Angeboten zu erkundigen. Gleiches gilt für regionale Palliativ-Netzwerke oder Hospiz-Dienste, die entsprechende Auskünfte erteilen.

Eine palliative Versorgung kann stationär in einer Klinik, einem Krankenhaus oder in einem Hospiz erfolgen. Aber auch eine ambulante palliative Versorgung kommt in Betracht, bei der sowohl die Ärzte als auch die Pflegekräfte und Therapeuten zum Patienten nach Hause kommen. Die schweren Erkrankungen, die eine palliative Versorgung notwendig machen, setzen jedoch voraus, dass der Kranke zu Hause durchgehend betreut wird. Sofern Angehörige dazu nicht in der Lage sind, kommt eine 24 Stunden Betreuung in Betracht, die mit einer ambulanten Palliativversorgung kombiniert werden kann.

Bei einer 24 Stunden Betreuung wohnt und lebt die Pflegekraft mit im Haushalt, um den sie sich neben ihren grundpflegerischen Aufgaben ebenfalls kümmert. Dadurch wird auch den Angehörigen eine zusätzliche Last von den Schultern genommen, sodass sie sich auf ihr bald sterbendes Familienmitglied konzentrieren können.

Für mehr Informationen zur 24 Stunden Betreuung: www.24stundenbetreut.com

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