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572822 q web R K B by Petra Bork pixelio.de©Petra Bork/pixelio.deDie Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und statt des Sonnenscheins erwartet uns Regen aus dem grauen und trüben Himmel; Herbst und Winter schlagen vielen Menschen generell auf die Stimmung. Die sich in den Herbst- und Wintermonaten entwickelnde Antriebslosigkeit, kombiniert mit ständiger Müdigkeit und Schlaflosigkeit kann ein Anzeichen für den sogenannten „Herbst Blues“ sein, bei dem sich das Stimmungstief mit Beginn des Frühjahrs wieder auflöst. Allerdings können diese Symptome auch auf das Anfangsstadium anderer und ernsthafter Erkrankungen hindeuten.

Um die leichte depressive Verstimmung beim Herbst Blues von anderen Erkrankungen unterscheiden zu können, empfiehlt sich ein Besuch beim Hausarzt, der bei Vorliegen eines Hinweises auf eine ernsthafte psychische Störung oder andere Erkrankung an einen Fachspezialisten überweisen wird.

Gegen den Herbst Blues können Sie jedoch auch selbst etwas unternehmen, wie Ihnen dieser Ratgeber – der jedoch keinesfalls den Gang zum Arzt entbehren soll – vorschlagen wird:

 

So äußert sich ein Herbst Blues

 

Im Jahr 1987 wurde der Herbst Blues erstmalig als saisonal abhängige Depression diagnostiziert. Anzeichen hierfür sind

  • bedrückte und traurige Stimmungslagen
  • Antriebs- und Lustlosigkeit
  • Bedürfnis nach mehr Schlaf oder Schlafstörungen
  • gesteigerter Appetit nach Kohlenhydraten und Süßigkeiten
  • oder auch Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme

Zu diesen Symptomen kommt es beim Herbst Blues in der Regel im späten Herbst, zu Beginn des Winters.

Was Tageslicht mit unserem Gemüt zu tun hat

Dies wird damit in Zusammenhang gebracht, dass Betroffene weniger dem Tageslicht ausgesetzt sind. Zu wenig Tageslicht bedeutet nämlich auch weniger Serotonin, dem sogenannten „Botenstoff des Glücks“, was sich negativ auf unsere Stimmung auswirkt. Serotonin beeinflusst jedoch auch unseren Schlafrhythmus und die Darmtätigkeit. Bei einem zu niedrigen Serotonin-Spiegel kann das Gehirn sogar mit Depressionen reagieren, die eine ärztliche Behandlung erfordern.

Bei zu wenig Licht produziert unsere Zirbeldrüse im Zwischenhirn vermehrt Melatonin. Melatonin will unseren Körper eigentlich auf den „Winterschlaf“ vorbereiten, der uns Menschen im Laufe der Evolution abhandengekommen ist. Wegen des erhöhten Malatonin-Spiegels in unserem Organismus werden wir müde, antriebslos und schläfrig.

 

Den Herbst Blues vertreiben

 

Grundsätzlich ist eine melancholische Stimmung nicht sofort eine Depression. Wenn Sie jedoch über einen längeren Zeitraum unter einer negativ veränderten Stimmungslage leiden und Antriebslosigkeit sowie Traurigkeit dauerhaft Ihren Alltag beeinträchtigen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Dennoch können Sie zunächst versuchen, den Herbst Blues aus Ihrem Gemüt zu scheuchen:

1. Gehen Sie spazieren!

Auch wenn draußen die Sonne nicht scheint sollten Sie regenfreie Abschnitte des Tages nutzen, um einen kleinen Spaziergang zu machen. Draußen ist es immer heller als drinnen und schon ein halbstündiger Spaziergang an der frischen Luft verbessert Ihre Laune. Noch intensiver fällt die positive Wirkung aus, wenn Sie draußen Sport betreiben. Joggen, Walken oder Radfahren schüttet zusätzliche Glückshormone aus.

2. Machen Sie sich wach!

Gegen die ständige Müdigkeit helfen Wechselduschen, die Ihren Kreislauf in Schwung bringen. Ihr Start in den Tag verläuft fitter, wenn Sie am frühen Morgen abwechselnd kalt und warm duschen. Außerdem helfen Ihnen die Wechselduschen, Ihr Immunsystem zu stärken.

3. Igeln Sie sich nicht ein!

Viele Menschen vermissen die Sommermonate, weil sie mit lustigen Grillabenden, Cocktails und sozialen Kontakten verbunden sind. Dass heißt aber nicht, dass Sie in der kalten Jahreszeit weniger Menschen um sich scharen sollten. Gehen Sie mit Freunden Essen, treffen sich zu Indoor-Veranstaltungen und lassen durch Geselligkeit Ihre Stimmung heben.

4. Essen Sie gesund!

578489 web R K B by Corinna Dumat pixelio.de©Petra Bork/pixelio.deNicht nur für die Erkältungs-Saison ist es wichtig, dass Sie sich gesund ernähren, sondern auch für Ihre Stimmung. Essen Sie viel Gemüse sowie Obst und achten auch auf Energie spendende Kohlenhydrate. Speisen aus Milch, Vollkorn sowie Nüsse, Hülsenfrüche und Bananen enthalten viel Magnesium, das Ihren Nerven zugutekommt. Und auch wenn viele glauben, dass die „Nervennahrung“ Schokolade die Serotonin-Produktion im Gehirn anregt, ist dies ein Irrtum. Und trotzdem kann ein Stückchen Schokolade zwischendurch wahre Wunder gegen den Herbst Blues bewirken. 

5. In schweren Fällen hilft eine Lichttherapie!

In schwerwiegenderen Fällen einer Herbstdepression wird von Kliniken und Therapeuten eine Lichttherapie angeboten, bei der Sie etwa 30 Minuten lang mit einem Licht von ca. 10.000 Lux behandelt werden. Diese Lichtstärke entspricht in etwa dem natürlichen Sonnenlicht; kommt jedoch ohne UV-Strahlung aus. Für private Lichttherapien im eigenen zu Hause hält der Fachhandel im Übrigen auch Geräte bereit. Die Eigenbehandlung sollte jedoch ärztlich oder therapeutisch begleitet werden.

 

Wenn der Herbst Blues eigentlich ein psychisches Leiden ist

 

Wie Sie gelesen haben, lässt sich der typische Herbst Blues gut in Eigeninitiative vertreiben und sollte sowieso spätestens dann abklingen, wenn das Frühjahr beginnt. Sollten Sie jedoch unsere Tipps & Tricks beherzigt haben und gar keine Besserung feststellen können, gehen Sie bitte zum Arzt. Viele Menschen leiden an psychischen Problemen, ohne es selbst zu merken.

Menschen aller Altersstufen können hiervon betroffen sein, wobei die Diagnose bei älteren Menschen besonders schwierig ist. Psychische Störungen bei Senioren werden häufig nicht erkannt. Dies liegt zum einem am gesteigerten Schamgefühl der älteren Generation und zum anderen an der Tatsache, dass die seelischen Probleme auch auf körperliche Störungen zurückzuführen sein können. Generell ähneln sich die Symptome psychischer Störungen bei Alt und Jung. Dennoch werden insbesondere bei Senioren oft die Signale nicht erkannt und vorschnell mit Psychopharmaka behandelt.

Zu wenig Psychotherapien für Senioren

Für eine lange Zeit ging die Wissenschaft davon aus, dass das Altern gleichzeitig mit einem Verfall der geistigen, psychischen und körperlichen Fähigkeiten verbunden ist, weshalb Senioren wenig Psychotherapien angeboten wurden.

Mittlerweile wurde dieses „Defizitmodell“ jedoch korrigiert. Die seit 1958 durchgeführte „Baltimore Longitudinal Aging Study“ kommt zu dem Ergebnis, dass das Älterwerden nicht allgemein mit dem Verlust derartiger Fähigkeiten einhergeht, sondern bei jedem Menschen individuell betrachtet werden muss.

Sofern Senioren nämlich ihren Lebensabend weiterhin aktiv und selbstbestimmt gestalten können, was beispielsweise durch eine 24-Stunden-Betreuung unterstützt wird, wird das Älterwerden positiver wahrgenommen, was wiederum der seelischen und körperlichen Gesundheit dient.

Auch im hohen Lebensalter sollte bei psychischen Problemen professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Nachgewiesen wurde auch, dass Psychotherapien sehr wohl auch bei älteren Menschen wirksam sind. Nur leider haben sich nur wenige Therapeuten und Kliniken auf die Behandlung von Senioren spezialisiert, weshalb eher zur medikamentösen Therapie gegriffen wird. Diese ist jedoch umso wirksamer, wenn sie mit einer Psychotherapie kombiniert wird.

Besondere Belastungen im höheren Lebensalter

Ältere Menschen werden häufiger krank und leiden vielleicht zugleich an mehreren Krankheiten. Die psychischen Belastungen, die mit einer dieser Krankheiten und ihrer medikamentösen Behandlung einhergehen, können eine psychische Störung noch begünstigen. Des Weiteren haben Senioren ganz andere Verlustsituationen zu verarbeiten: Ihre körperliche Gesundheit, Attraktivität sowie Fähigkeiten wie Sehen, Hören oder die Merkfähigkeit schwinden langsam. Freunde und Angehörige gleichen Alters sterben und die

Schöne Herbstfärbung des Laubes©Petra Bork/pixelio.de

eigenen Zukunftspläne werden von dem Hintergrund in Mitleidenschaft gezogen, selbst vielleicht in absehbarer Zukunft das Zeitliche zu segnen. Allein schon aus diesen Beweggründen ist es nicht verwunderlich, dass die Seele eintrübt - und sogar krank wird. Eine psychische Störung im Alter ist daher keine Seltenheit.

Zu den häufigsten psychischen Störungen bei Senioren gehören

Nur selten kommt es im höheren Lebensalter zu schizophrenen oder wahnhaften Störungen und Manien.

 

Der Hausarzt sollte in jedem Alter der erste Ansprechpartner sein

 

Beim Erkennen von psychischen Störungen und dem Verweis an einen entsprechenden Spezialisten spielt der Hausarzt eine übergeordnete Rolle. Er „kennt“ den Patienten und weiß, ob sich hinter seinen körperlichen Symptomen eine psychische Störung verstecken kann. Der Hausarzt ist über die regelmäßig eingenommenen Medikamente informiert und kann deren Neben- und Wechselwirkungen abschätzen.

Auch Familienangehörige und Freunde profitieren davon, den Hausarzt zu konsultieren, sofern sich beim Betroffenen psychische Störungen bemerkbar machen.

 

Depressionen – eine Volkskrankheit?

 

Depressionen sind eine psychische Störung, die vermehrt ältere Menschen betrifft. Zu den Symptomen von Depressionen gehören Niedergeschlagenheit, Schlafstörungen, Selbstmordgedanken sowie der Verlust von Antrieb, Freude, Interesse und sozialer Rückzug. Bei älteren Betroffenen äußern sich Depressionen zusätzlich auch mit psychosomatischen Beschwerden wie Schwindel oder Schmerzen sowie kognitiven Problemen in Bezug auf Konzentration und Gedächtnis, weshalb bei Senioren die Symptome von Depressionen sich denen der Demenz ähneln.

Begünstigt werden Depressionen durch altersbedingte körperliche Veränderungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Veränderungen im Gehirn, insbesondere im Bereich der Neurotransmitter als Botenstoffe. Bei der ärztlichen Diagnose müssen demnach auch körperliche Erkrankungen sowie eingenommene Medikamente berücksichtigt werden, die depressive Symptome hevorrufen können.

Hierzu gehören bei den Krankheiten insbesondere

sowie bei den Medikamenten Schlaf- und Beruhigungsmittel, Psychopharmaka, Beta-Blocker und Präparate mit Kortison. Bei Depressionen gilt eine Kombination aus Psychotherapie und Medikamenten als erfolgversprechende Behandlung.

 

Depressionen oder Demenz?

 

Bei einer Demenz verschlechtert sich das Gedächtnis, die Urteilskraft, das Denkvermögen sowie die Konzentrations- und Lernfähigkeit. Im Rahmen der schleichenden Abnahme der Fähigkeiten kann auch die Persönlichkeit des Betroffenen in Mitleidenschaft gezogen werden. Besonders häufig tritt die Alzheimer Krankheit auf, die auf Proteinablagerungen und einem Abbau von Nervenzellen im Gehirn beruht.

Ein Unterschied zwischen Depressionen und Demenz ist die Tatsache, dass demenzielle Erkrankungen fortschreiten, sich also verschlechtern. Bei einer Demenz gehören Störungen der Sprache oder der Bewegung sowie das Nicht-Erkennen von Gegenständen und Personen zu den Symptomen bei einer fortgeschrittenen Erkrankung, was bei Depressionen nicht der Fall ist.

Eine Depression tritt häufig im Vorfeld einer Demenz auf. Bei nahezu allen Demenzerkrankungen ist jedoch das Gehirn beteiligt, sodass eine Diagnose mittels bildgebender Untersuchungen wie Computertomographie und Kernspintomographie Aufschluss geben können. Während Depressionen gut behandelt und geheilt werden können, ist bei der Demenz nur eine Therapie zur Verminderung der Symptome und Verzögerung des weiteren Fortschreitens möglich.

Bei unklaren Diagnosestellungen wird häufig mit Antidepressiva therapiert. Bessern sich durch die Einwirkungen des Antidepressivas sowohl die Stimmungslage als auch die kognitiven Symptome, ist dies ein deutlicher Anhaltspunkt für eine Depression.

Letztendlich liegt die Abgrenzung beider Erkrankungen im Ermessen des Arztes, was auch für die anschließende Therapie gilt.

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