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Oma und Opa geniessen den GartenDie 24 Stunden Betreuung - ein Konzept, bei dem Senioren und Pflegebedürftige von legal in Deutschland arbeitenden Betreuungskräften aus Polen oder anderen osteuropäischen Ländern versorgt werden, erfreut sich eigentlich großer Beliebtheit. Dabei ist die 24 Stunden Betreuung ein Konzept, bei dem die Bedürftigen ohne große Einschnitte in ihrem Alltag bei sich zu Hause betreut werden und die Betreuungskräfte zu diesem Zweck mit im Haushalt wohnen. Sie erbringen hauswirtschaftliche und auch grundpflegerische Leistungen, wobei sie allein schon durch ihre nahezu kontinuierliche Anwesenheit auch für Sicherheit und Unterhaltung Sorge tragen. Wer verspürt schon nicht den Wunsch, im Alter und bei Krankheit nicht in ein Alten- oder Pflegeheim zu müssen und stattdessen zu Hause liebevoll umsorgt zu werden?

 Auch wenn die häusliche Pflege durch die Politik immer wieder als Förderns wertes Trendkonzept in den Medien verbreitet wird - die 24 Stunden Betreuung betrifft dies leider nicht! In öffentlichen Vergleichen schielt Deutschland gerne einmal über den Tellerrand hinaus und guckt, an welchen Erfolgen sich die Nachbarländer erfreuen. Insbesondere Österreich liegt im Zuge dieser Vergleiche häufig im Auge des Betrachters. Und in Bezug auf die 24 Stunden Betreuung dürfte sich die deutsche Politik gerne eine große Scheibe von Österreich abschneiden.

 

24 Stunden Betreuung in Österreich

Durch die Novelle des Ausländerbesschäftigungsgesetzes vom 01.11.2006 wurde die 24 Stunden Betreuung in Österreich legalisiert und somit aus der Schattenwirtschaft geholt. In der Folge änderte das Land die verschiedensten Rechtsbereiche wie beispielsweise das Gewerbe-, Ausländerbeschäftigungs- und Sozialrecht, um das Betreuungskonzept in der österreichischen Versorgungslandschaft zu etablieren.

So wurde auch das Bundespflegegeldgesetz novelliert und der 24 Stunden Betreuung im Rahmen des Hausbetreuungsgesetzes eine staatliche Förderung zwischen 275,00 € und 1.100,00 € (je nach Betreuungsmodell) zugesprochen. Zusätzlich erfolgt eine steuerliche Entlastung bei den Pflegebedürftigen. Diese Förderung beseitigte die finanziellen Nachteile, die ansonsten durch eine Offenlegung bisheriger Betreuungsverhältnisse entstanden sind. Ein Großteil der Betreuungsverhältnisse wurde dadurch legalisiert; der Schwarzmarkt entsprechend geschrumpft - nach neuesten Berichten sogar so gut wie ausgetrocknet. Immer mehr Menschen in Österreich entscheiden sich für eine 24 Stunden Betreuung, was zu zahlreichen Weiterentwicklungen und Hochkonjunktur in der gesamten Branche geführt hat.

 

Ein Rechenexempel

Im Jahr 2017 hatte Österreich etwa 8,773 Millionen Einwohner, wovon etwa 70.000 als Betreuungskräfte registriert waren. Verzehnfacht man diese Zahlen im Vergleich zum deutlich einwohnerstärkeren Deutschland (Einwohner 2017: 82,79 Millionen), müssten hierzulande also etwa 700.000 Betreuungskräfte aus Osteuropa ganz offiziell und legal arbeiten. Tun sie das?

Wartende Menschen

Bei den beiden großen Verbänden, nämlich dem BHSB Bundesverband häusliche SeniorenBetreuung e.V. und dem VHBP Verband für häusliche Betreuung und Pflege e.V., sind jedoch nur etwa 15.000 Betreuungskräfte registriert, was nur einen Bruchteil der vorerwähnten Vergleichsschätzungen ausmacht. Allerdings ist dieses Rechenbeispiel schon allein ein Indiz dafür, wie umfangreich der Schwarzmarkt in Deutschland ausfällt. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland mindestens zwischen 150.000 und 300.000 (auf der Grundlage der Zahlen aus Österreich aber wahrscheinlich eher 500.000) Betreuungskräfte aus Osteuropa schwarz - und somit ohne steuerliche Berücksichtigung und soziale Absicherung - arbeiten. Diese Betreuungskräfte füllen die Versorgungslücke für die Menschen aus, die sich keine offizielle 24 Stunden Betreuung leisten können oder wollen.

 

Kosten einer 24 Stunden Betreuung

Auf dem Schwarzmarkt wird einer 24 Stunden Betreuerin ein Betrag von durchschnittlich 1.200,00 € bis 1.800,00 € in die Hand gedrückt. Schwarzarbeiter zahlen keine Steuern, sind nicht sozialversichert und werden gerne als billige Arbeitskräfte engagiert. Aber auch die Auftraggeber solcher Konstellationen machen sich nicht nur strafbar, sondern unterliegen auch dem Risiko, bei Erkrankung oder plötzlicher Abreise der Betreuungskraft wieder auf sich selbst gestellt zu sein.

Anders geht es bei legal operierenden Unternehmen wie der CareWork zu. Für die 24 Stunden Betreuung wird ein Team aus mindestens zwei Betreuungskräften zusammengestellt, das sich in regelmäßigen Intervallen in Deutschland ordnungsgemäß abwechselt. Das Personal ist fest angestellt, versteuert, sozialversichert und wird im Rahmen der EU-Dienstleistungsfreiheit samt A1-Formular nach Deutschland entsendet. Den Auftraggeber betreffen keinerlei Arbeitgeberpflichten wie zum Beispiel Ausfallrisiken oder Lohnfortzahlungen im Krankheitsfall. Wird eine Betreuungskraft krank, kann sie umgehend ersetzt werden. Dafür müssen Auftraggeber jedoch von einem Grundkostenbetrag in Höhe von mindestens 2.050,00 € für eine 24 Stunden Betreuung rechnen. Grund hierfür ist u.a. auch der gesetzlich vorgeschriebene Mindestlohn inklusive dessen Auswirkungen auf die Sozialabgaben, den legale Agenturen ihren Mitarbeitern als vernünftigen Ausgleich für ihre hochwertige und anstrengende Arbeit gerne zahlen.

Staatlich gefördert oder bezuschusst wird die legale 24 Stunden Betreuung in Deutschland nicht. Eine kleine Erleichterung kann das Pflegegeld darstellen, sofern ein Pflegegrad vorliegt. Wenn man davon ausgeht, dass der gesetzliche Mindestlohn im Jahr 2019 auf 9,19 € sowie im Jahr 2020 auf 9,35 € steigt, wird dies naturgemäß auch die Kosten einer 24 Stunden Betreuung erneut steigen lassen. Geht es so weiter, werden sich viele Menschen aus finanziellen Aspekten wieder dem Schwarzmarkt zuwenden.

 

Politisches Handeln dringend erforderlich

Im Jahr 2018 registrierte das Bundesministerium für Gesundheit 3.301.999 Pflegebedürftige in Deutschland. Davon wurden 76,4 % im Rahmen der häuslichen Pflege versorgt. Nach demografischen Schätzungen werden die Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050 auf 5,32 Millionen ansteigen. Aktuell fehlen der Pflegebranche 25.000 Fachkräfte und mehr als 10.000 Hilfskräfte. Dass die Alten- und Pflegeheime überfüllt sind und auch dort das Personal knapp wird, ist hinlänglich bekannt. Einen Teil davon könnte die 24 Stunden Betreuung auffangen; sofern der Durchschnittsbürger sie sich denn leisten könnte.

Vor dem Hintergrund, dass bereits jetzt durch Fachkräftemangel ein Pflegenotstand herrscht, muss etwas getan werden, um mehr Menschen den Weg zur legalen 24 Stunden Betreuung zu ermöglichen. Was fehlt ist eine finanzielle Unterstützung, damit das Betreuungssystem für eine größere Anzahl der Menschen bezahlbar wird. So geschieht es schließlich auch in Österreich, das heute auch weitaus weniger mit den wirtschaftlichen Folgen des Schwarzmarktes in der Pflegebranche zu kämpfen hat.

Gemeinsam mit dem BHSB Bundesverband häusliche SeniorenBetreuung e.V., zu dessen Mitgliedern auch die CareWork zählt, wird aus diesen Gründen nach wie vor eine Unterstützung durch die Gesundheitspolitik gefordert.

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