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Worauf pflegende Angehörige in Zeiten von Corona & Co. achten sollten

CoronavirusAuch gegen Ende des Jahres 2020 befindet sich gefühlt die ganze Welt noch mitten in der Corona-Pandemie. Zwischenzeitlich wird in Deutschland sogar von der zweiten Welle gesprochen. Deshalb wurde auch bereits ein zweiter Lockdown angeordnet, der alle um das soziale Miteinander an Weihnachten bangen lässt.

Auch mehr als ein halbes Jahr nach dem ersten offiziellen „Corona-Fall“ gilt der SARS-CoV-2 Erreger als noch nicht ausreichend erforscht. Auf der einen Seite erscheint die Covid-19 Erkrankung für durchschnittlich 80 % der Patienten nicht gefährlich zu sein. Viele dieser Infizierten wurden lediglich von Erkältungssymptomen wie Fieber und Halsschmerzen geplagt. Auf der anderen Seite sind am Coronavirus jedoch auch schon zahlreiche Menschen schwer erkrankt und verstorben. Wenn über Schwerkranke und Todesopfer berichtet wird, fällt immer wieder der Begriff der Risikogruppe. Hierunter fallen chronisch Kranke, Menschen mit verschiedenen Vorerkrankungen und auch Senioren.

Ein schwerer Verlauf von Covid-19 wird demnach dann begünstigt, wenn die natürlichen Abwehrkräfte nicht mehr so gut funktionieren. Es kann sein, dass das Immunsystem schon ab einem Alter von 50 Jahren in seiner Leistung nachlässt. Kommen dann noch Vorerkrankungen hinzu, fällt es dem Organismus noch schwerer, die Abwehrreaktionen hochzufahren und das Coronavirus erfolgreich zu bekämpfen. Das Virus erhält dann die Möglichkeit, die Atemwege anzugreifen. Bei einem schweren Verlauf von Covid-19 kommt es dann zu einer Lungenentzündung, die für ältere Menschen lebensbedrohend sein kann.

 

Personengruppen mit einem höheren Risiko für einen schweren Verlauf

Das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf steigt mit dem Lebensalter ab 50 bis 60 Jahren stetig an. Zusätzlich sind Raucher und Übergewichtige gefährdet. Als besonders gefährdet aber gelten Senioren und Menschen mit einer sogenannten Vorerkrankung. Hierzu gehören

  • Herzerkrankungen wie konorare Herzerkrankung, Bluthochdruck
  • Lungenerkrankungen wie Asthma, COPD, chronische Bronchitis
  • chronische Lebererkrankungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Krebserkrankungen; insbesondere während der Therapie
  • Nierenerkrankungen; insbesondere bei Dialyse
  • nach Organtransplantationen
  • Immunschwächen durch Erkrankungen oder Medikamente wie Cortison

Auch Pflegebedürftige gehören häufig unabhängig vom Pflegegrad zur Risikogruppe. Sie müssen besonders gut aufpassen, weil sie sehr oft unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig leiden. Darüber hinaus sind viele Pflegebedürftige nur eingeschränkt mobil, sodass auch die Atmungsorgane weniger belüftet werden. Für Menschen aus Risikogruppen wurden daher einige Sonderregelungen aufgestellt, was beispielsweise Folgeverordnungen oder Telemedizin betrifft.

 

Mit Vorsicht und Sorgfalt

Für ältere Menschen und Personen aus der Risikogruppe gelten im Prinzip die gleichen Empfehlungen wie für alle Mund- Nasenschutzmaskeanderen. Es wird angeraten, sich und andere durch einen Mund-Nasen-Schutz zu schützen. Des Weiteren gilt noch immer, dass die Infektionsgefahr durch regelmäßiges und sorgfältiges Händewaschen sowie durch Einhaltung der Husten- und Niesetikette reduziert werden kann. Wichtig ist auch, dass ein Abstand von 1,5 bis 2 Meter von anderen Menschen eingehalten wird, was insbesondere in Innenräumen gilt.

Innenräume sollten übrigens möglichst häufig vernünftig gelüftet werden. Die Kippstellung des Fensters bringt dabei eher wenig. Besser ist es, das Fenster für einige Minuten ganz zu öffnen, damit ein Luftaustausch erfolgen kann.

Tipp: Sofern es die Außentemperaturen zulassen, kann durch Stoßlüften auch das Risiko einer Infektion gesenkt werden, wenn sich Besucher mit im Raum aufhalten. Dies ersetzt jedoch keinesfalls die gültigen Hygiene- und Abstandsregeln!

Nicht immer ist die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen einfach. So ist es beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln schwierig, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zu wahren. Auch die Umsetzung der Hygiene-Empfehlungen gestaltet sich in Zug, Bus oder Bahn schwierig, da Sitze, Knöpfe und Griffe trotz möglicher Kontamination schlicht genutzt werden müssen. In diesen Fällen sollte darauf geachtet werden, direkt nach dem Aussteigen die Hände zu säubern. Zu diesem Zweck kann zum Beispiel auf Handgel zurückgegriffen werden, das Apotheken und Drogeriemärkte in praktischen kleinen Flaschen für unterwegs anbieten. Das Gel reinigt und desinfiziert die Haut ohne Wasser. Hier ist darauf zu achten, dass das integrierte Desinfektionsmittel auch eine viruzide (nicht nur bakterizide) Wirkung entfaltet.

Ältere Menschen sollten aber von Reisen absehen, die mit einem längeren Aufenthalt im Zug oder Fernbus verbunden wären. Wer sich über einen längeren Zeitraum mit anderen Menschen in einem Abteil oder Raum aufhält, setzt sich dadurch einem erhöhten Infektionsrisiko aus. Außerdem kann es sein, dass fortlaufend Änderungen in den Ein- und Ausreise- sowie Quarantäne-Bestimmungen erfolgen, was wiederum zu Komplikationen führen kann.

 

Grippeimpfung nicht vergessen

Jeder sollte sich darüber im Klaren sein, dass es bislang noch keine Impfung gegen Covid-19 gibt. Auch eine Impfung gegen Grippe oder Pneumokokken schützt nicht vor einer Infektion durch das Coronavirus. Infektionen mit Pneumokokken können jedoch zu ernsthaften Erkrankungen wie Lungenentzündungen oder Blutvergiftungen führen. Derart schwere Erkrankungen könnten eine Versorgung auf der Intensivstation notwendig machen, was in Corona-Zeiten wiederum problematisch sein dürfte. Bereits im Frühjahr sind in einigen Ländern so viele Intensivbetten und Beatmungsplätze von Covid-19-Erkrankten belegt gewesen, dass unter Hochdruck Ausweichquartiere geschaffen werden mussten.

Das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt

  • Menschen ab einem Alter von 60 Jahren
  • chronisch Kranken
  • Menschen mit Immunschwäche
  • Menschen mit erhöhtem Risiko von Hirnhautentzündungen

eine Impfung gegen Grippe und Pneumokokken durchzuführen. Je nach Gesundheitszustand muss die Impfung nach etwa sechs Jahren aufgefrischt werden.

 

Ratschläge für pflegende Angehörige

Die häusliche Pflege erscheint in Corona-Zeiten besonders schwer zu sein. Da Pflegebedürftige zur Risikogruppe gehören, müssen pflegende Angehörige besondere Sorgfalt in Bezug auf Hygiene und Infektionsschutz walten lassen.Stay at home

Selbst der Feststellung einer Pflegebedürftigkeit kommt das Coronavirus in die Quere: Die dafür notwendige Begutachtung durch den MDK findet aktuell vermehrt telefonisch statt. Von einem Besuch beim Pflegebedürftigen selbst wird je nach aktuellem Geschehen aus Gründen des Infektionsschutzes abgesehen.

Befristet auf den Zeitraum der Corona-Pandemie und unter Umständen abhängig von der jeweiligen Region gelten im November 2020 abweichende Regelungen für

  • telefonische Verordnungen: Folgeverordnungen für Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege, Heilmittel, Krankentransporte sowie Krankenfahrten sind ab dem 02.11.2020 bis auf Widerruf per Telefon und Post möglich.
  • Fristverlängerungen: Verordnungen für SAPV, Soziotherapie oder häusliche Krankenpflege können aktuell innerhalb einer Frist von bis zu 10 Tagen vorgelegt werden.
  • Telemedizin: Sind Patienten und Therapeuten einverstanden, können Behandlungen in der Soziotherapie oder Logopädie per Videotelefonie durchgeführt werden.
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch: Wegen der Corona-Pandemie werden vorübergehend statt 40,00 € monatlich aktuell 60,00 € monatlich von der Kasse erstattet. Zu den Pflegehilfsmitteln zum Verbrauch gehören beispielsweise auch Einmalhandschuhe, Mundschutz Systeme und Desinfektionsmittel. Hierdurch soll dem gestiegenen Bedarf und den stetig ansteigenden Kosten Rechnung getragen werden.
  • Pflegedienst: Kann der Pflegedienst wegen der Corona-Krise nicht kommen, greift eine Notfallregelung. Hiernach kann ausnahmsweise auch eine private Hilfe über die Pflegesachleistungen abgerechnet werden. Die Notfallregelung ist jedoch an zahlreiche Einschränkungen geknüpft.
  • Corona-Tests: Wird von einer Pflegeeinrichtung oder einem Pflegedienst ein Corona-Test verlangt, obwohl der Pflegebedürftige symptomlos ist, werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Veranlasst werden muss der Test allerdings vom Gesundheitsamt.

Letztendlich bleibt nur zu hoffen, dass das Coronavirus möglichst schnell eingegrenzt und Covid-19 schnellstmöglich effektiv behandelt werden kann. In der Wissenschaft wird nach Kräften nach einem Impfstoff gesucht und geforscht. Bis dahin können nur strenge Hygienemaßnahmen und die sogenannte „AHA-Regel“ (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske) dabei helfen, selbst Einfluss auf das Infektionsgeschehen auszuüben.

Bleiben Sie gesund!

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