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"Die stark gestiegene Zahl an Minijobbern unter den Rentnern ist für mich ein deutlicher Hinweis auf die wachsende Altersarmut in Deutschland.“ Mit diesen Worten kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

Demnach waren Ende Juni 2013 bundesweit 829.173 Minijobber über 65 Jahre alt. Die Zahlen spiegeln laut Mascher wider, „dass immer mehr Menschen Probleme haben, mit ihrer Rente auszukommen und mit Hilfe von Minijobs versuchen, sich finanziell über Wasser zu halten. Die Bundesregierung darf das Problem der Altersarmut nicht länger kleinreden und die Tatsache ignorieren, dass immer mehr älteren Menschen ihre Rente nicht zum Leben reicht."

Für diesen Trend macht der VdK die Rentenentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. „Man erkennt, dass das Absenken des Rentenniveaus nicht spurlos an der Lebenswirklichkeit der Rentner vorbei geht", erklärte Mascher. Der Sozialverband VdK fordert deshalb entscheidende Maßnahmen gegen die Altersarmut. Dazu gehört, die Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 zu stoppen: „Bei 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns muss Schluss sein!“ fordert Mascher. Außerdem müssen die Dämpfungsfaktoren, die sich negativ auf die Rentenerhöhung auswirken, abgeschafft werden und die Rentenanpassung wieder uneingeschränkt der Lohn- und Gehaltsentwicklung folgen. Der VdK fordert zudem die Abschaffung der Rentenabschläge von 10,8 Prozent für Erwerbsminderungsrentner.

Aktuelle Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium bestätigen leider aus Sicht des VdK die sich verschärfende Armutssituation älterer Menschen, auf die der Verband seit langem hinweist. Demnach werden die Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung von voraussichtlich 5,493 Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2018 auf 7,154 Milliarden Euro steigen. „Eine Rente unterhalb der Grundsicherung – das ist schon heute für viele Neurentner Realität“, so Mascher. Der VdK fordert – auch im Hinblick der Bekämpfung künftiger Altersarmut – regulierende Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt: „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden.“ Denn aus Einkommensarmut entstehe Altersarmut. Besonders bedrückend über die reinen Daten und Fakten hinaus sei außerdem, dass viele Rentner aus Scham oder Nichtwissen um diese Leistung gar nicht zum Amt gehen. „Daher ist die Dunkelziffer der Rentner, deren Einkommen nicht zum Leben reicht, noch viel höher“, so Mascher.

Quelle: VDK

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