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24h-Pflege und TodesfälleWir denken an unsere LiebenWarum es auch in der 24-Stunden-Betreuung so wichtig ist, über den Tod und das Sterben zu sprechen und wie dieses alternative Betreuungskonzept im letzten Lebensabschnitt Pflegebedürftige und Angehörigen gleichermaßen entlastet; informieren Sie sich in den CareWork-News.

Das Sterben gehört zum Leben - auch zu Hause

Über den Tod und das Sterben wird nicht gerne gesprochen. Jeder verdrängt den Gedanken an seinen letzten Atemzug und wünscht sich auch für Angehörige, Freunde, Bekannte und Verwandte, dass sie möglichst lange, gesund und glücklich leben. Doch auch trotz des medizinischen Fortschritts, der die Lebenserwartung des Menschen heute eindeutig verlängert hat, gehört das Sterben noch immer zum Leben dazu und ist somit unausweichlich.

Viele kranke und alte Menschen sterben in Krankenhäusern, Palliativkliniken, Pflegeheimen oder Hospizen. In diesen Einrichtungen werden Sterbende von Ärzten, Pflegepersonal und Seelsorgern betreut. Und dennoch treffen viele Senioren und Pflegebedürftige willentlich die Entscheidung, ihren Lebensabend zu Hause zu verbringen. Dieser Wunsch nach Geborgenheit in vertrauter Umgebung schließt in der Regel ein, dass sie auch zu Hause sterben möchten.

Pflegende Familienangehörige fühlen sich nicht selten von diesem Wunsch überfordert und ängstigen sich vor dem, was auf sie zukommt. Jedoch kann das Wissen rund um das Sterben sowie der Austausch mit dem Sterbenden die benötigte Sicherheit geben, diese schwierige Phase zu bewältigen. Zusätzlich leisten Palliativmediziner, ambulante Dienste und auch die 24-Stunden-Betreuung ihren Beitrag dazu, den Familienangehörigen einen Teil der ungewöhnlich schweren Last von den Schultern zu nehmen.

Vorbereitung erleichtert Trauerarbeit

Wenn ein Mensch plötzlich aus dem Leben scheidet, sehen sich viele Angehörige nicht nur von ihrer eigenen Trauer überwältigt, sondern haben zusätzlich zahlreiche offene Fragen zu klären und wichtige Entscheidungen zu treffen. Umso wichtiger ist es, dass sich Familienangehörige und auch das Betreuungspersonal schon frühzeitig bemühen, die Wünsche und Erwartungen des alten und kranken Pflegebedürftigen in Erfahrung zu bringen.

Erläutert werden sollte zunächst die Frage nach schriftlichen Bestimmungen des Pflegebedürftigen, was beispielsweise das Vorhandensein und der Aufenthaltsort von Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Testamenten, Stammbüchern, Bankvollmachen und anderen wichtigen Dokumenten betrifft. Sind diese Dokumente – und damit der Wille des Betreffenden – noch nicht erstellt, muss schnellstmöglich Abhilfe geschaffen werden. Da ein Großteil dieser Verfügungen nur dann erklärt werden darf, wenn aus psychischer und gesundheitlicher Sicht eine rechtliche Geschäftsfähigkeit attestiert werden kann, ist es für die Klärung dieser Angelegenheiten nie zu früh.

In diesem Rahmen lassen sich dann auch die Gespräche führen, die unmittelbar das Sterben und das Verhalten nach dem Tod betreffen. Wichtig ist dabei, die Wünsche des Pflegebedürftigen für die Sterbephase zu klären, was beispielsweise Besuche von Freunden, Verwandten und religiösem Beistand beinhaltet. Aber auch der Ablauf der eigentlichen Sterbephase kann durch eine klärende Unterhaltung positiv beeinflusst werden. Die Schul- und Palliativmedizin sowie die Finalpflege bietet zahlreiche Möglichkeiten, dem Sterbenden den Weg zu erleichtern: Ärztlich verordnete Medikamente nehmen Schmerzen, während pflegerische Maßnahmen für psychische und physische Entlastung sorgen.

Die Involvierung von Palliativmedizinern und spezialisierten ambulanten Diensten entlastet nicht nur den Pflegebedürftigen, sondern auch dessen Familienangehörige und Betreuer. Angehörige wissen ihr Familienmitglied in kompetenten Händen und können sich den persönlichen Wünschen des Pflegebedürftigen nach Unterhaltung, Ablenkung und Verabschiedung widmen. Neben Schmerzfreiheit sind es insbesondere Bedürfnisse wie Nähe und Zuneigung von Familienmitgliedern und Betreuenden, wovon Sterbende zehren.

Die Erfüllung letzter Wünsche

Für Sterbende, aber auch für Familienangehörige, ist es ungemein wichtig, die Versorgung und Behandlung nach Eintritt des Todes zu besprechen. So unangenehm diese Gespräche auch sein mögen, so notwendig sind sie für das Loslassen und die Trauerbewältigung.

Nach mehr als zehn Jahren Betreuungsarbeit sind der CareWork sowohl die üblichen Wünsche als auch überraschende Äußerungen Sterbender bekannt. Von der Zubereitung einer Lieblingsspeise über das Wiedersehen eines alten Freundes bis hin zu einem letzten Ausflug zum Meer ist es die Erfüllung von Herzenswünschen, die Sterbenden bei der Akzeptanz ihres nahenden Todes helfen und Angehörigen das wohltuende Gefühl geben, alles Mögliche getan zu haben.

Nicht selten betreffen diese Wünsche auch die Form der Beerdigung und damit zusammenhängende Details wie die Wahl des Bestatters, die zu tragende Kleidung oder die Ausrichtung der Beisetzung.

Professionelle Betreuung bis zum letzten Tag

Die CareWork ist seit 2006 Direktanbieter für Betreuungspersonal in der 24-Stunden-Betreuung als alternatives Betreuungskonzept zur stationären Unterbringung. Als langjährig etabliertes Unternehmen wird die CareWork regelmäßig mit dem Tod von Kunden konfrontiert, weshalb ein Hauptaugenmerk auf der entsprechenden Vorbereitung und Ausbildung des Pflegepersonals liegt.

Dies beinhaltet insbesondere, die Anzeichen des Sterbens richtig zu deuten, um optimal auf Wünsche, Bedürfnisse und Ansprüche des Kunden sowie dessen Angehöriger eingehen zu können. Wenn ein Lebensweg zu Ende geht, geschieht dies nämlich nicht nach dem Ablauf vorbestimmter Sterbephasen. Dennoch lassen sich aus Veränderungen im Verhalten des Pflegebedürftigen Rückschlüsse ziehen, dass ein Tod bevorstehen kann:

  • Das Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe steigt, während die körperliche Energie schwindet.
  • Das Interesse an Alltag und Umwelt lässt nach.
  • Der Pflegebedürftige wird unruhig.
  • Manchmal blühen Menschen kurz vor ihrem Tod auf, sind agil, vom Kopf her klar und haben Appetit.
  • Der Pflegebedürftige hält die Augen vor Schwäche geschlossen; schläft aber nicht, sondern beschäftigt sich mental mit sich selbst (Rückschau halten).
  • Die Stimme wird leiser und kraftloser, der Blick getrübt.
  • Nach dem Aufwachen wird die Umgebung nicht sofort erkannt, der Pflegebedürftige scheint „weit weg in einer anderen Welt“ zu sein.
  • Es machen sich Störungen des Bewusstseins bemerkbar.
  • Der Puls wird schwächer und schneller.
  • Die Körpertemperatur verringert sich; die Gliedmaßen fühlen sich kühl an.
  • Die Atemzüge werden schneller, flacher oder langsamer als sonst, wobei auch Unregelmäßigkeiten, Atempausen und Rasselgeräusche vorkommen.
  • Hunger und Durst lassen nach.
  • Es entsteht durch den geänderten Stoffwechsel ein eigenartiger Geruch im Pflegezimmer.
  • Durch die Veränderung der Nierenfunktion wird weniger Urin abgesetzt, der dunkler wirkt und strenger riecht.

Zu den Leistungen der 24-Stundenbetreuung gehören Maßnahmen, die flexibel auf die vorerwähnten Hinweise eingehen, um dem Pflegebedürftigen seine verbliebene Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten. Die Betreuerinnen sorgen für angenehme Schlaf- und Ruhephasen inklusive einer bequemen Lagerung, bereiten die gewünschten Mahlzeiten sowie Getränke zu und helfen bei deren Einnahme. Noch wichtiger ist jedoch die Anwesenheit der Betreuerin. Sie ist da, wenn sie gebraucht wird, wobei Zuhören, Trösten und dem Pflegebedürftigen seine volle Aufmerksamkeit zu widmen den notwendigen Halt und die erforderliche Geborgenheit gewährleisten.

Zusätzlich wird das Pflegepersonal der CareWork geschult, die Anzeichen eines kurz bevorstehenden Todes richtig zu deuten, um auch in dieser Phase die Wünsche des Pflegebedürftigen und seiner Angehörigen zu berücksichtigen. Zu diesen Anzeichen gehören:

  • Eingefallene und tiefer liegende Augen, wobei der Blick in die Ferne gerichtet ist und die Pupillen weniger Reaktion auf Licht entfalten.
  • Das Offenstehen des Mundes wegen der erschlaffenden Muskulatur.
  • Die Veränderung des Teints in eine gräuliche Nuance; insbesondere rund um Nase und Mund.
  • Die Bildung von dunklen Hautflecken an Händen, Füßen und Körperunterseite.
  • Das Abschwächen des Pulses und die Zunahme von Atempausen.

Erfahrene Betreuerinnen bemerken an dem Verhalten des Pflegebedürftigen, dass er Ängste, Verzweiflung und Kämpfe hinter sich gelassen und seinen Frieden gefunden hat. Die Atmosphäre im Raum wirkt friedlich, gelöst und ruhig. Sie wissen auch durch vorangegangene Gespräche, in welchem Umfeld der Pflegebedürftige sterben möchte und richten sich danach. Viele Menschen wünschen sich, beim Sterben Gesellschaft von Familienangehörigen oder ihrer Betreuerin zu haben, während andere erst dann gehen können, wenn sie allein sind. Ist das Beisein der Betreuerin am Sterbebett gewünscht, spendet sie behutsam und respektvoll Trost.

24Stunden-PflegeÜber alles reden, gemeinsam entscheidenEinfluss der Betreuung auf die Trauerbewältigung

Zu Hause alt werden und sterben dürfen ist nach der Philosophie der CareWork ein Privileg. Auch wenn mit dem Tod eines Kunden der entsprechende Betreuungsvertrag endet, sind sich die Ansprechpartner der CareWork darüber bewusst, dass der professionelle und sensible Umgang ihrer Betreuerinnen einen Grundstein für die anschließende Trauerarbeit der Familienmitglieder setzt.

Dadurch, dass die Betreuerinnen den Ärzten, ambulanten Diensten und insbesondere Angehörigen den Rücken freihalten, können sich diese auf den Pflegebedürftigen selbst konzentrieren und ihm einen würdigen Abschied ermöglichen. Noch wichtiger ist es jedoch, diesem selbst seine verbliebene Lebenszeit so angenehm wie möglich zu gestalten und genau dann als zuhörender und tröstender Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen, wenn er es wünscht.

Eine gut vorbereitete und besonnen begleitete Sterbensphase erweckt auch bei Familienangehörigen das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben, was schon einen kleinen Teil der Trauer auffangen kann. Mehr Informationen zur 24-Stunden-Betreuung stellt die CareWork unter www.24stundenbetreut.com bereit.

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Quellen, abgerufen am 18.11.2016:

http://www.palliativnetzwerk-mainz.de/Patientenratgeber/Wenn-der-Tod-sich-ankundigt/wenn-der-tod-sich-ankundigt.php

Fotos:
oben rechts: © racamani, Fotoloia
unten links:  © Kzenon, Fotolia

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