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DesinfektionsmittelBei einem intakten Immunsystem des gesunden Menschen können Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen kaum Schaden anrichten. Für ältere und kranke Menschen mit einem schwachen Abwehrsystem sind hingegen diese Mikroorganismen häufig die Ursache von Infektionskrankheiten, die zu bedrohlichen Folgeerkrankungen führen können.

Nicht nur in Kliniken und Pflegeheimen, in denen strenge Hygiene-Anforderungen gelten, sondern auch bei der Versorgung von Pflegebedürftigen zu Hause ist daher der Schutz vor der Übertragung gefährlicher Mikroorganismen enorm wichtig. Hygiene wird dabei als wissenschaftliche Lehre betrachtet, die Krankheiten verhüten und die Gesundheit erhalten bzw. festigen soll.

Während in stationären Einrichtungen Hygienebeauftragte arbeiten und sich Pflegepersonal an Hygienepläne richten kann, trägt bei der häuslichen Versorgung die pflegende Person oder der pflegende Angehörige die Verantwortung für die Prävention vor Infektionen.

 

Bedrohung durch multi-resistente Krankheitserreger

Bakterielle Infektionen werden mit Antibiotika behandelt. Schwierig wird es, wenn die Erreger resistent sind, also nicht oder nur unzureichend auf die Bekämpfung durch das Antibiotika reagieren. Nun muss zum Reserve-Antibiotikum gegriffen werden, das beim häufigen Einsatz wiederum zu Resistenzen führen kann. Krankheitserreger sind in der Lage, ihre Resistenzfähigkeit auch an andere Bakterien weiterzuleiten, was eine regelrechte Krankheits-Spirale nach sich ziehen kann. Für einen gesunden Menschen sind diese multi-resistenten Krankheitserreger ungefährlich, wobei die schädlichen Keime jedoch unbemerkt auch an andere übertragen werden können. Bei Senioren und chronisch Kranken sieht die Sache jedoch ganz anders aus: Die geschwächte Immunabwehr macht das Eindringen, Einnisten und Vermehren von Bakterien und Keimen einfach, wobei zusätzliche Infektionskrankheiten den sowieso schon in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkten Organismus überfordern können. Die Selbstheilungskräfte nehmen im Alter ab, weshalb Infektionen bei Senioren häufig schwerer ausfallen und intensivere sowie längere Therapien zur Ausheilung erfordern.

Die Erkrankungsrate an sogenannten nosokomialen Infektionen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist mit einer halben Million Erkrankungen pro Jahr sehr hoch. Aber auch in der häuslichen Pflege und bei der Versorgung durch pflegende Angehörige besteht die Gefahr, mit multi-resistenten Bakterien und Keimen in Kontakt zu kommen.

 Fieberthermometer

Hygiene als Prävention vor Infektionen

Eine sorgfältige Hygiene hilft in vielen Bereichen, die Verbreitung von Krankheitserregern und Keimen zu vermeiden, die eine Gefahr für die Gesundheit darstellen können. Zu den schädlichen Erregern gehören Viren, Bakterien, Pilze oder auch Parasiten. Dringen Krankheitserreger in den Organismus ein, finden sie dort häufig günstige Verhältnisse für die Vermehrung vor. Geschieht dies, kann bereits von einer Infektion gesprochen werden. Folge einer Infektion sind in der Regel typische Beschwerden einer Infektionskrankheit wie etwa Entzündungen von Wunden, im Mund, der Blase, der Atemwege oder des Magen-Darm-Trakts.

Pflegende und pflegende Angehörige haben häufig engen Kontakt mit Menschen im Allgemeinen. Pflegekräfte müssen nicht selten gleichzeitig mehrere Senioren oder Pflegebedürftige versorgen und kommen dadurch verstärkt mit Krankheitserregern in Berührung. Wegen der Nähe zu vielen verschiedenen Menschen besteht die Gefahr, Erreger von der einen Person zur anderen zu übertragen oder sich schlicht selbst zu infizieren. Aus diesem Grund gilt die Einhaltung von Hygieneregeln als effektiver Infektionsschutz. Zu den Präventionsmaßnahmen gehört zum Beispiel das regelmäßige und sorgfältige Händewaschen oder auch die Benutzung von Einmal-Handschuhen bei Pflegeaufgaben.

 Hände gründlich waschen

Hygienemängel als häufige Infektionsursache

Mängel in der Hygiene können Ursache vieler Infektionen sein. Krankheitserreger verbreiten sich über die Luft, über Wasser, durch Niesen, durch Husten, durch das Berühren von Türklinken oder Fernbedienungen sowie über das Händeschütteln zur Begrüßung. In der Pflege kommt auch eine Übertragung durch Körperflüssigkeiten und Sekrete sowie damit kontaminierte Gegenstände wie Windeln oder Spritzen in Betracht. Durch die Einhaltung einer strikten Hygiene im Pflegealltag können Pflegekräfte und Pflegebedürftige vor Infektionen geschützt werden.

Zu den gängigen Hygienemaßnahmen gehört das Desinfizieren der Hände. In vielen Pflegebereichen kann eine nicht oder nur mangelhaft durchgeführte Händedesinfektion zu einer großflächigen Verbreitung von Krankheitserregern führen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt in allen Pflegebereichen - also auch bei der Pflege durch Angehörige oder in der häuslichen Pflege - vor und nach dem unmittelbaren Kontakt mit dem Pflegebedürftigen eine sorgfältige Händedesinfektion. Dies gilt auch nach dem Berühren von potenziell mit Krankheitserregern infizierten Gegenständen und Arbeitsutensilien. Die Desinfektion schützt den Pflegenden, den Pflegebedürftigen sowie alle nachfolgenden anderen Personen, zu denen unmittelbarer Kontakt hergestellt wird.

 

Hände reinigen und desinfizieren

Das Waschen der Hände mit Seife beseitigt bereits einen Großteil schädlicher Keime und Erreger. Die Desinfektion mit einem flüssigen Desinfektionsmittel gelangt jedoch in Bereiche, die mittels Händewaschen nicht erreicht werden können.

Viele Desinfektionslösungen basieren auf Alkohol und werden sorgfältig zwischen Handflächen, Fingern und Handrücken verrieben, wobei die Fingerzwischenräume nicht vergessen werden dürfen. Bei der Desinfektion sollte eine Einwirkzeit von 30 Sekunden beachtet werden, um alle Erreger abzutöten. Da Desinfektionsmittel häufig die Haut austrocknen, was Ekzeme, Allergien oder trockene Hände begünstigen kann, sollte auf eine Lösung mit hautpflegenden Substanzen zurückgegriffen werden. Eine zusätzlich aufgetragene Hautpflege versorgt die Haut der Hände mit Feuchtigkeit, Fett und Nährstoffen.

 

Pflegeumgebung sauber halten

Zusätzlich muss auch bei der häuslichen Pflege und Versorgung auf eine hygienische Umgebung geachtet werden. Hier kommen die herkömmlichen keimtötenden Hygienemaßnahmen wie etwa das regelmäßige Waschen der Bettwäsche, der Handtücher sowie der Kleidung auf möglichst hohen Waschtemperaturen und auch das sorgfältige Säubern des Pflegezimmers in Betracht. Auch diese Aufgaben können bei Bedarf durch Flächendesinfektionsmittel und Hygieneprodukte unterstützt werden, die Übertragungs- und Infektionsgefahren reduzieren.

 

Hilfsmittel für die Pflegehygiene

Pflegende Angehörige oder auch die Pflegebedürftigen selbst können zur Unterstützung der Hygiene bei der Pflege entsprechende Pflegehilfsmittel zum Verbrauch beantragen. Wurde der Pflegebedürftige bereits einem Pflegegrad zugeordnet, kann die Übernahme der monatlich anfallenden Kosten bis zu einem Betrag in Höhe von 40,00 € bei der Pflegekasse beantragt werden.

Die Hilfsmittel können bei Sanitätshäusern oder auch im zugelassenen Onlineversandhandel als Paket beantragt werden. Die Menge der jeweiligen Hygieneprodukte wird dann nach individuellem Bedarf als maßgeschneidertes Paket zusammengestellt. Hierzu gehören beispielsweise Einmalhandschuhe, Mundschutz, Desinfektionsmittel oder Kleiderschürzen zur Einmalbenutzung. Das Sanitätshaus rechnet Pflegehilfsmittelpakete unmittelbar mit der Pflegekasse ab. Reichen diese nicht aus, um den tatsächlichen Bedarf abzudecken, kann der behandelnde Arzt weitere Hilfsmittel verschreiben.

Letztendlich dienen alle erläuterten Maßnahmen der Pflegehygiene und damit dem bestmöglichen Schutz vor Infektionskrankheiten für alle Beteiligten. Das ist einer der Gründe hat sich die CareWork durch den TÜV Rheinland auch zertifizieren lassen

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