Aphasie

Die Aphasie ist eine Sprachstörung, die aufgrund einer Schädigung im Gehirn auftritt. Bei Erkrankungen wie Schlaganfällen, Gehirnblutungen, Schädel-Hirn-Traumata, Venenthrombosen, Tumoren und entzündlichen Erkrankungen kann es zum Teil- oder Vollverlust kommunikativer Fähigkeiten kommen.

Bei Menschen mit einer Aphasie sind die kommunikativen Elemente Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben, die sie vor der Erkrankung erworben hatten, stark beeinträchtigt. Die am stärksten ausgeprägte Form dieser Erkrankung ist die globale Aphasie, bei der Sprechen, Vorlesen, Schreiben oder der Teilnahme an Gesprächen kaum oder gar nicht mehr möglich ist. Menschen mit Broca-Aphasie sprechen hingegen langsam, fehlerhaft, undeutlich und häufig grammatikalisch unkorrekt. Bei der Wernicke-Aphasie erkennt der Patient seine sprachlichen Fehler selbst nicht und spricht flüssig sowie schnell, wobei Buchstaben und Wörter bis zur Unkenntlichkeit der Sprache verwechselt werden. Von einer amnestischen Aphasie wird hingegen gesprochen, wenn der Patient bei seiner Wort Findung eingeschränkt ist[1]. Je nach Art und Umfang einer Aphasie erfolgt eine Therapie durch Logopädie und anderen Varianten der Sprachtherapie. An die regelmäßig durchzuführenden Sprach-, Atem- und Schluckübungen erinnern die Betreuerinnen der 24-Stunden-Betreuung gerne und unterstützen Patienten sowie Therapeuten im Rahmen ihrer Möglichkeiten nach Kräften.