Bettlägerigkeit

Bettlägerigkeit ist ein Zustand, in dem ein Mensch aufgrund von körperlicher Schwäche, Krankheit, Schmerzen oder geistigen Einschränkungen dauerhaft ans Bett gebunden ist. Dieser Zustand ist nicht nur eine Folge einer Erkrankung, sondern kann selbst eine Reihe von Komplikationen nach sich ziehen.

Ein langanhaltender Mangel an Bewegung führt zu einem Abbau der Muskelmasse und einer Schwächung der Knochen. Die Gelenke können steif werden und an Beweglichkeit verlieren. Auch die Durchblutung verschlechtert sich, was das Risiko für Druckgeschwüre, auch Dekubitus genannt, erheblich steigert. Bei Menschen, die lange liegen, kann sich zudem Flüssigkeit in den Beinen ansammeln, was zu Ödemen führt.

Neben den körperlichen Folgen hat Bettlägerigkeit auch erhebliche psychische Auswirkungen. Der Verlust der Selbstständigkeit und die soziale Isolation können zu Gefühlen von Hoffnungslosigkeit, Depression und Apathie führen. Das Fehlen von Reizen und die eintönige Umgebung können zudem die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigen.

Die Pflege eines bettlägerigen Menschen zielt daher darauf ab, die negativen Folgen so weit wie möglich zu minimieren. Wichtige Maßnahmen umfassen die regelmäßige Umlagerung, um Druckstellen zu vermeiden, sowie passive Bewegungsübungen, um die Gelenke beweglich zu halten. Auch die psychische Unterstützung durch Gespräche und das Schaffen einer abwechslungsreichen Umgebung sind von großer Bedeutung, um das Wohlbefinden zu fördern.

Umgang mit Bettlägerigkeit in der häuslichen Pflege

Die häusliche Pflege eines bettlägerigen Menschen stellt pflegende Angehörige und Familienmitglieder vor große Herausforderungen, sowohl körperlich als auch emotional. Ein strukturierter Ansatz kann helfen, die Situation zu bewältigen und das Wohlbefinden des Pflegebedürftigen zu sichern.

Ein zentraler Aspekt ist die Lagerung und Mobilisierung. Um Druckgeschwüre zu vermeiden, ist es unerlässlich, die Position des Pflegebedürftigen alle zwei bis drei Stunden zu ändern. Dabei können Lagerungshilfsmittel wie spezielle Kissen oder Rollen unterstützen. Sanfte, passive Bewegungsübungen an Armen und Beinen halten die Gelenke geschmeidig und fördern die Durchblutung. Angehörige können sich von einem Physiotherapeuten oder ambulanten Pflegedienst anleite lassenn, um die richtigen Techniken zu erlernen.

Die Hautpflege ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung. Die Haut muss sauber und trocken gehalten werden – besonders in Hautfalten und unter den Nähten. Dabei sollten milde, pH-neutrale Pflegeprodukte verwendet werden. Rötungen oder wunde Stellen können auf beginnende Druckgeschwüre hinweisen.

Neben der körperlichen Pflege dürfen die psychischen und sozialen Bedürfnisse nicht vernachlässigt werden. Eine anregende Umgebung mit Musik, Hörbüchern oder dem Fernsehen ist hilfreich. Im Idealfall finden regelmäßig soziale Kontakte statt; beispielsweise durch Besuche von Freunden und Familie. Dies ermöglicht Gespräche und gemeinsame Aktivitäten. Dennoch sollten Pflegebedürftige, sofern es möglich ist, Entscheidungen des Alltags selbst treffen können, um das Gefühl von Kontrolle und Selbstbestimmung nicht zu verlieren.

Zuletzt ist es entscheidend, auch auf sich selbst zu achten. Die Pflege kann physisch und emotional sehr anstrengend sein. Pflegende Angehörige sollten Hilfe annehmen, beispielsweise durch eine 24 Stunden Betreuung damit langfristig Kraft geschöpft und Überlastung vorgebeugt werden kann.

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