Hygiene

Hygiene ist nach der Definition die wissenschaftliche Lehre, die sich mit der Verhütung von Krankheiten und der Gesunderhaltung beschäftigt. Ziel der Hygiene ist es also, die körperliche, seelische, soziale und geistige Gesundheit zu erhalten sowie Krankheiten vorzubeugen. Die Entstehung und Verbreitung von Krankheiten soll durch hygienische Maßnahmen verhindert werden1.

Eine besondere Bedeutung hat Hygiene für besonders junge, ältere oder kranke Menschen, deren Immunsystem von potenziellen Krankheitserregern überfordert sein könnte. Dies ist beispielsweise auch der Grund, warum in Kliniken und Krankenhäusern besonders auf Hygiene geachtet werden muss. Es gilt, eine nosokomiale Infektion – auch als Krankenhausinfektion bekannt – zu vermeiden, die durch Mikroorganismen hervorgerufen werden kann, die mit dem Krankenhausaufenthalt in Zusammenhang stehen. Zu den typischen Krankenhausinfektionen gehören Harnwegsinfektionen, Wundinfektionen sowie Lungenentzündungen.

Auch in Alten- und Pflegeheimen gelten besondere Hygienevorschriften. Durch die Missachtung dieser Vorschriften werden ansonsten die Pflegebedürftigen gefährdet, die aufgrund ihres Alters, ihrer Erkrankung, der Einnahme von Medikamenten, Mangelerscheinungen, invasiver Maßnahmen oder eines schlechten Allgemeinzustandes in ihrer Immunabwehr eingeschränkt sind. Für die professionelle Pflege sind Kenntnisse über hygienische Arbeitsweisen inklusive des Schutzes vor gefährlichen Keimen Grundvoraussetzung.

Durch die Einhaltung hygienischer Vorschriften lässt sich die direkte Übertragung von Keimen durch Kontakt- und Schmierinfektionen, Tröpfcheninfektionen, Nahrungsmittel und Getränke sowie das Blut vermeiden. Dies gilt auch für indirekte Übertragungswege wie beispielsweise die Hände, Zwischenwirte und andere unbelebte Infektionsquellen.

Zu den infektionsvorbeugenden Hygienemaßnahmen gehören Antiseptik durch Desinfektionsmittel, Asepsis durch Sterilität und Distanzierung.