Impfung

Bei der Impfung, Schutzimpfung oder Vakzination handelt es sich um eine medizinische Maßnahme, bei der durch die Gabe eines Impfstoffes ein Schutz gegen eine übertragbare Erkrankung aufgebaut werden soll. Impfungen sollen das Immunsystem aktivieren und gelten als Präventionsmaßnahme gegen Infektionskrankheiten. Die gesondert zu betrachtenden Krebsimpfstoffe wurden für Immuntherapien entwickelt.

Zu den bekannten Impfprogrammen gehören Impfungen gegen

Pocken
Kinderlähmung (Polio)
Masern
Diphtherie
Tetanus
Keuchhusten
Hepatitis
Influenza (Grippe)
Mumps
Röteln
Impfungen gegen Infektionskrankheiten basieren auf einer Immunisierung gegen den jeweiligen Krankheitserreger. Die Maßnahme soll das körpereigene Immunsystem veranlassen, schnell und effektiv gegen eine Infektion zu reagieren. Hintergrund einer sogenannten aktiven Impfung ist, dass danach gar keine oder eine nur abgeschwächte Erkrankung möglich sein soll. Bei einer Heil- oder Passiv-Impfung wird hingegen durch die Gabe von Antikörpern eine Immunisierung bewirkt.

Bei den jeweiligen Impfstoffen wird zwischen Lebendimpfstoffen und Totimpfstoffen unterschieden. Impfungen sind derzeit gegen virale oder bakterielle Infektionskrankheiten möglich. Ein Großteil der Impfungen erfolgt durch eine Spritze bzw. Injektion. Es gibt aber auch orale Schluckimpfungen, nasale Impfungen oder Varianten über Hautpflaster.

Zum Zwecke einer Grundimmunisierung werden Impfungen nach den aktuell gültigen Standards und Empfehlungen verabreicht, was in der Regel schon im Kindesalter geschieht. Einen Überblick über die empfohlenen Impfungen bietet der Impfkalender der ständigen Impfkommission. Danach werden Impfungen ab einem Alter von neun Lebenswochen bis zum 18. Lebensjahr zur Grundimmunisierung empfohlen.

Nach der Grundimmunisierung müssen Impfungen regelmäßig aufgefrischt werden. Auffrischimpfungen, Booster Impfungen oder Wiederholungsimpfungen erfolgen in der Regel durch die Verabreichung einer geringeren Impfstoffdosis, um einen ausreichenden Schutz wieder herzustellen. Ob und wann eine Impfung aufgefrischt werden muss, kann über den Hausarzt in Erfahrung gebracht werden.

Keine Impfung kann zu 100 % vor der jeweiligen Krankheit schützen. Durch eine Impfung kann jedoch die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung oder aber die Schwere der jeweiligen Erkrankung deutlich gesenkt werden. Jede in Deutschland zugelassene Impfung wurde vor Zulassung durch detaillierte Studien dokumentiert und durch staatliche Stellen bestätigt.