Krampf

Bei einem Krampf zieht sich plötzlich und ohne erkennbare Ursachen die Muskulatur zusammen, was mit Schmerzen einhergeht. Besonders häufig treten Muskelkrämpfe beim Sport, im Schlaf oder in der Schwangerschaft auf. Die genauen Ursachen für Krämpfe sind nicht bekannt, weshalb es auch kaum Präventionsmaßnahmen gibt.

Allerdings erhöhen folgende Faktoren das Risiko, einen Krampf zu erleiden:

Intensive sportliche Betätigung
Mangel an Magnesium oder Natriumchlorid, was einen Elektrolythaushalt zur Folge hat,
Erhöhter Konsum von Alkohol,
Krampfadern,
Bestimmte Medikamente,
Lebererkrankungen wie Leberzirrhose,
neurologische Erkrankungen wie Polyneuropathie,
hormonelle Störungen wie beispielsweise Unterfunktion der Nebenschilddrüse.
Bei einem Krampf oder Spasmus findet ungewollt eine schmerzhafte Muskelanspannung statt. Während des Krampfes fühlt sich diese Muskelpartie hart an. Schon nach wenigen Minuten entspannt sich der Muskel in der Regel wieder von selbst. Von Muskelkrämpfen ist häufig die Skelettmuskulatur an Füßen, Waden und Oberschenkeln betroffen. Allerdings können Krämpfe jedoch an jeder anderen Stelle des Körpers auftreten. Dies betrifft sogar die Muskeln an inneren Organen, Blutgefäßen und Lymphgefäßen. Nur der Herzmuskel kann nicht verkrampfen1.

Weit verbreitet sind hingegen auch Bauchkrämpfe, die sich durch ein schmerzhaftes Kneifen, Stechen oder Ziehen im Bauchraum äußern. Ein Bauchkrampf entsteht, wenn sich die Muskulatur der Verdauungsorgane zusammenzieht, wobei sich dann auch die Bauchdecke anspannt. Zu den Ursachen von Bauchkrämpfen gehören häufig Stress, eine falsche Ernährung und Durchfallerkrankungen. Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Magenverstimmungen und entzündliche Darmerkrankungen gehen ebenfalls häufig mit Krämpfen einher. Wehenartig sich verstärkende Bauchkrämpfe werden Koliken genannt.

Eine andere Art des Krampfes sind Unterleibskrämpfe, unter denen Frauen häufig während der Regelblutung leiden2.