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Neuroleptika

Neuroleptika sind antipsychotisch wirksame Medikamente, die gegen psychisch bedingte Störungen des Verhaltens und Erlebens eingesetzt werden. Neuroleptika sind beispielsweise bei Erregungszuständen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder Denkzerfahrenheit angezeigt. Hochpotente Neuroleptika können die Intensität der Wahrnehmung verringern, um Zustände der Überlastung und Überforderung bei akuten Psychosen zu durchbrechen. Bei einer ausgeprägten Wirkung entsteht das Gefühl der Benommenheit. Diese abschirmende Wirkung wird oft als unangenehm empfunden. Dennoch gilt die Wirkung als nützlich und immer noch besser als das Durchleben der Psychose.

Schwach- oder niedrigpotente Neuroleptika wirken eher dämpfend und sedierend. Sie verlangsamen psychische Vorgänge, reduzieren den eigenen Antrieb und rufen Müdigkeit hervor. Wie auch bei sedierenden Antidepressiva werden diese Neuroleptika beispielsweise auch bei Schlafstörungen und nicht-psychotischen Unruhezuständen zur Beruhigung eingesetzt. Eine aus hochpotenten und niedrigpotenten Neuroleptika kombinierte Wirkung entfalten mittelpotente Substanzen, die weniger stark abschirmen und zugleich beruhigend wirken.

Neuroleptika werden sowohl zur Akutbehandlung als auch zur langfristigen Therapie eingesetzt und bergen keine Gefahr von Abhängigkeit oder Sucht. Wegen der ernsten Nebenwirkungen wird schnell darüber nachgedacht, die Dosis zu reduzieren oder gar die Behandlung zu beenden. Zu den Voraussetzungen hierfür zählen eine psychische Stabilität sowie eine stabile Lebenssituation. Die Verminderung der verordneten Dosis erfolgt im Idealfall kontrolliert, langsam und mit viel Geduld für potenzielle Anpassungen. Weil die Wirkung einiger Neuroleptika als unangenehm erlebt wird und viele Präparate ernsthafte Nebenwirkungen entwickeln können, müssen Langzeittherapien gründlich überwacht werden. Bei der Langzeitanwendung kann neben Tabletten auch auf Depotspritzen zurückgegriffen werden, die meist wöchentliche Injektionen erfordern.

Oft wird eine Therapie mit Neuroleptika mit Psychotherapien, Rehabilitationen und Beratungen kombiniert, um eine psychische und soziale Stabilisierung zu begünstigen. Eine Anpassung von Verordnungen mit Neuroleptika sollte stets durch den behandelnden Arzt überwacht, kontrolliert und angepasst werden.

 

 

 

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