Pflegenotstand

Der Begriff „Pflegenotstand“ gilt in Deutschland als politisches Schlagwort, mit dem der aktuelle Personalmangel in vielen Pflegebereichen beschrieben wird. Altenheime, Krankenhäuser und weitere Institutionen beklagen den Mangel an Personal und Nachwuchskräften. Als Begriff wurde der Pflegenotstand erstmalig in den 60er Jahren verwendet, als die Ausweitung von Kliniken zu einer akuten Personalknappheit geführt hat, was mit ausländischen Pflegekräften ausgeglichen werden musste.

In Deutschland ist der Pflegenotstand spürbar. Da die Gesellschaft u.a. aufgrund der fortschrittlichen medizinischen Versorgung zunehmend altert, steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen. Viele stationäre Einrichtungen sind heute schon komplett ausgelastet und überlastet. In der Vergangenheit wurden aus wirtschaftlichen Gründen viele Stellen abgebaut und weniger Personal ausgebildet. Diese Pflegekräfte fehlen heute, was das verbliebene Personal zusätzlich belastet. Pflegeberufe sind häufig mit Schichtdiensten verbunden und gelten als schlecht bezahlt, was diese Berufssparte in der Öffentlichkeit als wenig attraktiv darstellt. Zu den immer wieder in Politik und Gesellschaft diskutierten Maßnahmen gegen den Pflegenotstand gehört daher auch die attraktivere Gestaltung von Pflegeberufen, um langfristig eine bedarfsgerechte Pflege gewährleisten zu können. Diskutiert wird, dass zu diesem Zweck Pflegekräfte besser bezahlt werden sollen und an Fort- und Weiterbildungen teilnehmen können. Ohne langfristige Interventionen und Umstrukturierungen wird der Pflegenotstand nicht abzuwenden oder gar aufzuhalten sein.

Die CareWork und ihre Partnergesellschaften beteiligen sich auf politischer und organisatorischer Ebene aktiv am Kampf gegen den Pflegenotstand. Durch die sogenannte 24 Stunden Pflege und andere Möglichkeiten der häuslichen Seniorenbetreuung kann der Mangel an Pflegekräften in Deutschland ein wenig aufgefangen werden.