Vaskuläre Demenz

Eine vaskuläre Demenz basiert auf Durchblutungsstörungen im Gehirn. Nach der Alzheimer Krankheit ist die vaskuläre Demenz die zweithäufigste Form der Demenzerkrankungen.

Bei einer vaskulären Demenz gehört eine gestörte Blutversorgung des Gewebes im Gehirn zu den Ursachen. Diese Durchblutungsstörungen definieren die verschiedenen Formen der Erkrankung. Mehrere kleine Hirninfarkte oder Schlaganfälle werden dabei Multiinfarkt-Demenz genannt. Weitere Krankheitsformen sind die kortikale und subkortikale vaskuläre Demenz.

Symptome, Diagnose und Therapie bei vaskulärer Demenz
Menschen mit einer vaskulären Demenz haben Schwierigkeiten mit dem Sprechen, Zuhören und der Orientierung. Sie wirken verwirrt, leiden unter Stimmungsschwankungen, sind manchmal antriebslos und können sich schlecht konzentrieren. Schnell wechseln sie zwischen Lachen und Weinen, obwohl Persönlichkeit, Sozialverhalten und Gedächtnisleistung ansonsten nicht betroffen sind.

Je nach beteiligter Hirnregion kommen auch halbseitige Lähmungen sowie Gangstörungen und Inkontinenz in Betracht. Zur Diagnose bedarf es neben der Anamnese und körperlichen Untersuchung insbesondere Laboranalysen und neuropsychologischer Untersuchungen durch Demenztests wie etwa dem MMST Test. Zusätzlich können bildgebende Verfahren wie CT oder MRT dabei helfen, andere Erkrankungen auszuschließen.

Therapiert wird eine vaskuläre Demenz durch Behandlungen, die nicht die Ursache behandeln, sondern die Symptome lindern. Dies geschieht durch Medikamente, kognitives Training, Ergotherapie und andere Formen der Physiotherapie. Durch eine vaskuläre Demenz wird in vielen Fällen die Lebenszeit verkürzt. Eine vaskuläre Demenz kann plötzlich auftreten und sich schubweise verschlechtern oder auch langsam fortschreiten. Besteht eine Mischform mit der Alzheimer-Krankheit, kann der Verlauf der Erkrankung schlecht vorhergesagt werden.