Wohnungsanpassung

Um Pflegebedürftigen und Senioren ein Leben im eigenen Zuhause so lang wie möglich zu ermöglichen, ist häufig eine Wohnungsanpassung durch Umbaumaßnahmen erforderlich.

Zunächst müssen dabei häusliche Barrieren, die die täglichen Abläufe im Haushalt behindern könnten, aufgehoben werden. Die Wohnungsanpassung soll einerseits den Pflegebedürftigen und Senioren den Alltag erleichtern und andererseits zugleich ideale Arbeitsvoraussetzungen für Pflegekräfte schaffen1. Den Betreuungskräften der 24-Stunden-Betreuung erleichtert eine Wohnungsanpassung ebenfalls die Arbeit.

Da eine Wohnungsanpassung je nach Einzelfall mit einem erheblichen finanziellen Aufwand verbunden sein kann, bezuschusst die Pflegeversicherung verschiedene Anpassungsmaßnahmen. Die Anträge hierfür werden bei der Pflegekasse gestellt.

Als wesentliches Ziel der Wohnungsanpassung wird das selbstständige Wohnen sowie die selbstständige Haushaltsführung definiert. Es gilt dabei, die Selbstständigkeit zu erhalten, zu fördern oder wieder herzustellen. Eine professionelle Wohnberatung und anschließende Wohnungsanpassung kann auch den Hilfe- und Pflegebedarf reduzieren, die Weiterführung von Rehabilitationsmaßnahmen gewährleisten sowie eine häusliche Pflege erleichtern. Durch gezieltes Umbauen des Wohnumfeldes lassen sich nicht zuletzt auch typische Unfälle im Haushalt reduzieren2.

Zu den gängigen Umbaumaßnahmen im Rahmen einer Wohnungsanpassung gehören trittsichere Bodenbeläge, gute Beleuchtungssituationen, breite Haus- und Türeingänge, Barrierefreiheit in allen Räumen und Fluren sowie die komfortable Befahrbarkeit des gesamten Terrains mit einem Rollstuhl.