Xerostomie

Xerostomie ist der Fachbegriff für eine Mundtrockenheit, die insbesondere unter Senioren, die verschiedene Medikamente einnehmen müssen, weit verbreitet ist. Durch eine Xerostomie wird die Lebensqualität eingeschränkt und auch weitere Folgen wie etwa Wurzelkaries können eintreten. Unterschieden wird zwischen subjektiv empfundener Xerostomie oder objektiv messbarer Hyposalivation. Bei der Hyposalivation kann der verminderte Speichel nachgewiesen werden. Manchmal wird eine Xerostomie auch als Speicheldrüsendysfunktion bezeichnet.

Bei vielen Betroffenen, pflegenden Angehörigen und Pflegekräften wird Mundtrockenheit als gewöhnliches Altersleiden wahrgenommen. Die Xerostomie tritt neben anderen Erkrankungen in den Hintergrund. Es bestehen zudem Unsicherheit, an welchen Arzt sich Betroffene wenden können. Zuständig sind jedoch sowohl Hausarzt als auch Zahnarzt. Bei der Wahrnehmung einer Xerostomie sollten unbedingt die regelmäßig eingenommenen Medikamente überprüft werden, da das Trockenheitsgefühl im Mund oft zu auftretenden Wechsel- und Nebenwirkungen zählt. Dies gilt insbesondere für Psychopharmaka, Serotonin-Wiederaufnahmehemmern sowie Herz- und Bluthochdruckmedikamenten.

Bei Hinweisen auf eine anderweitig gelagerte Problematik mit einer Mundtrockenheit können intraorale Untersuchungen und Speicheluntersuchungen bzw. -messungen durchgeführt werden. Zu den bekannten Ursachen für eine Xerostomie gehören Risikofaktoren wie Bestrahlungen im Bereich von Kopf und Hals, Medikamenteneinnahme, Sjögren-Syndrom oder auch das Alter. Frauen sind häufiger betroffen als Männer.

Ein ausreichender Speichelfluss ist wichtig, um Gesundheit und Funktion des gesamten Mundbereiches zu erhalten. Eine Xerostomie kann Karies- und Wurzelkaries, Cadidiasis, schlechten Atem sowie Geschmacksstörungen, Probleme beim Schlucken und Sprechen oder Kauschwierigkeiten begünstigen. Bei Senioren gelten derartige Symptome als Faktor für einen weiteren gesundheitlichen Abbau und geriatrische Probleme. Eine Xerostomie kann letztendlich zu einer Mangelernährung führen, die Gebrechlichkeit nach sich zieht. Empfohlen wird eine frühzeitige Etablierung von Präventionsmaßnahmen, was medikamentöse Therapien und Mundhygienepraktiken beinhalten kann.

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