Zyste

Bei einer Zyste handelt es sich um einen mit Flüssigkeit gefüllten Hohlraum im Gewebe. Bei dieser Flüssigkeit kann es sich um Eiter, Blut, Talg oder Gewebsflüssigkeit handeln, die durch eine Verkapselung des Hohlraumes nicht austreten kann. Zysten können eine oder mehrere mit Flüssigkeit gefüllte Kammern haben und unterschiedliche Größen vorweisen. Eine Zyste kann in fast allen Organen auftreten, wobei Brust, Eierstöcke, Knie, Kopf oder Nieren besonders häufig befallen werden. Zu den Ursachen für die Bildung einer Zyste gehören Hormone, chronische Erkrankungen sowie Erbkrankheiten.

Entdeckt werden Zysten oft im Rahmen einer Routineuntersuchung, da sie selten Symptome hervorrufen und in jedem Alter auftreten können. In der Regel gelten Zysten als ungefährlich, wobei sie in seltenen Fällen entarten können. Ob eine Zyste behandelt werden muss, hängt vom Beschwerde Bild ab.

Die Diagnose einer Zyste erfolgt mittels Ultraschalluntersuchung, Computertomographie, Kernspintomografie oder Röntgen. Bestehen Zweifel an der Gutartigkeit einer Zyste kann eine Zystenpunktion vorgenommen werden, um die Zystenflüssigkeit einer Labor Analyse zu unterziehen.

Bei gutartigen Zysten ohne gesundheitliche Beschwerden ist keine Behandlung notwendig. Nicht selten bilden sich derartige Zysten von allein zurück. Wächst die Zyste jedoch an und verursacht Beschwerden, wird sie in der Regel operativ entfernt. Kleinere Zysten, die unmittelbar unter der Haut liegen, werden hierzu punktiert. Dabei wird die enthaltene Flüssigkeit entnommen. Größere Zysten werden in einer Operation gänzlich entfernt. Zysten bedürfen einer regelmäßigen ärztlichen Kontrolle, um bei Veränderungen und Entartungen zu bösartigen Tumoren schnellstmöglich reagieren zu können.